Tourist steht seit 1985, Wiederbelebung

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velorex350
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Re: Tourist steht seit 1985, Wiederbelebung

Beitrag von velorex350 » 29.04.2019, 13:57

So, pünktlich zum Regenwetter habe Heute habe ich den Flieger angemeldet!
Ausser einem neuen Ölverlust auf der linken Seiten bin ich jetzt mal durch :roll: .
Vielen Dank an alle Helfer!
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Um nicht umzufallen reichen drei Räder, drum gibt's den Velorex :lol:

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velorex350
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Re: Tourist steht seit 1985, Wiederbelebung

Beitrag von velorex350 » 02.05.2019, 10:41

Kennzeichen ist drauf, die Runden ums Dorf werden größer.
  • Auffälligkeiten: Lenker flattert leicht. Reifen Heidenau K59, 1.8 bar. Gefühlt ist das ein auf/ab, als wenn der permanent aus ein-und ausfedert. Forumssuche sagt, Flattern ist fast normal. Von Hand gedreht ist keine Unwucht erkennbar
  • Bei Gaswegnahme dauert es bis zu 10 Sekunden bis er Roller bei Leerlaufdrehzahl angekommen ist. Dieses Phänomen ist neu. Im Stand ist das nicht aufgefallen. Lästig wenn man schaltet. Gaszug ist soweit ich erkennen kann frei, Schieber auch leichtgängig
Habt Ihr da eine Idee dazu (Thema Gasrücknahme)?
  • Dann noch der Tacho, gekauft vor einem halben Jahr, war als Tacho für 103A2 inseriert. Zeigt unter 40 an wenn ich mit 65 durch die Geschwindigkeitsanzeige an unserem Ortseingang fahre. da wurde mir wohl was anderes untergejubelt.
Kleines Kitschfoto von gestern, Chiemsee mit Fraueninsel. Ok, Schatten ging aber nicht besser wegen Verkehr.
Bild
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BerndSt
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Re: Tourist steht seit 1985, Wiederbelebung

Beitrag von BerndSt » 02.05.2019, 22:12

Servus,
velorex350 hat geschrieben:
02.05.2019, 10:41
  • ...Gaszug ist soweit ich erkennen kann frei, Schieber auch leichtgängig...
Nö, da klemmt was, wenn Du mich fragst. :wink:

Ich würde den Kofferkasten noch einmal abnehmen und dann prüfen, ob das Phänomen immer noch da ist. Auch würde ich mir den Vergaser noch einmal vornehmen. Wenn die Feder, die den Schieber nach unten drückt nicht ganz sauber eingepasst ist, kann das z.B. vorkommen (kenne ich zumindest vom originalen Bing-Vergasers). Danach würde ich den Versuch unternehmen, einen anderen Zug einzuhängen und den mal provisorisch "frei" zu verlegen.

Du hast keinen anderen Zug zur Hand? Dann besorg Dir einen - für längere Ausfahrten habe ich jedenfalls immer einen Satz Bowdenzüge im Reisewerkzeug (auch wenn es Dir übertrieben vorkommt; wenn Du mal 50 Kilometer über die Alpen mit gerissenem Schaltzug im zweiten Gang heimgefahren bist, nimmst Du auch immer einen Satz Bowdenzüge mit auf die Reise... :lol: )

Aber das bekommst Du auch noch hin, da bin ich ganz sicher. Glückwunsch jedenfalls zum laufenden Tourist. :!:

Viele Grüße,
Bernd
SNAFU!

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velorex350
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Re: Tourist steht seit 1985, Wiederbelebung

Beitrag von velorex350 » 03.05.2019, 08:19

Danke BerndSt. Nachdem eh am Wochenende Regen angesagt ist, habe ich ja Zeit. Manchmal ist man ja auch blind und sieht den Fehler nicht. Ich werde den Zug mal mit Öl fluten und die ganze Verlegung nochmal kontrollieren.
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velorex350
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Re: Tourist steht seit 1985, Wiederbelebung

Beitrag von velorex350 » 01.07.2019, 09:00

So, angeregt durch einen Beitrag im Unterforum "Smalltalk" erlaube ich mir mal meine ersten ca. 500km mit dem Heinkel zu schildern:
- Motor wurde ja nur bedingt überholt, Kupplung gewechselt, Zylinder blieb drauf, Karosserie wurde nicht angefasst, Roststellen mit Owatrol behandelt. Wollte mal keine Vollrestauration machen. Öl ist das unlegierte von Wagner drin.
- Bin jetzt eine ganze Woche mit dem Heinkel in die Arbeit gefahren, macht 48km/ Tag, keine Probleme, dazu noch div. Kurztouren um den Wohnort rum. Aktuell kein Tag unter 35°C, macht aber trotzdem Spaß solange man in Bewegung ist
-Roller springt innerhalb 1-2 sec. an, selbst wenn er den ganzen Tag in der Sonne auf dem Parkplatz stand.
- Kochendes Benzin/ heissen Tank hatte ich nicht mehr, wenn ich nach (oder die Fahrt unterbreche zum einkaufen) länger stehenbleibe klappe ich die Sitzbank auf und die Hitze zieht ab. Optimierung wie höhere Gummipuffer will ich noch machen. Als des Problem auftrat bin ich im Pulk mit ein Paar Traktoren zum Oldtimertreffen gefahren, 30km/h war da das Maximum, war wohl zu wenig Wind.
- evtl. spielte oben auch der rostige Tank eine Rolle, hab den dann mit Ladegerät und Danklorix entrostet und kippe jetzt auch etwas Zweitaktöl dazu. Aufpassen, das entrosten mit Ladegerät führte bei mir zu einem undichten Tank! Lies sich mit Hartlöten aber wieder dicht kriegen.
- Höchstgeschwindigkeit nicht so befriedigend, mit dem 3. Gang zieht er ganz passabel bis 70 lt. Tacho, dann in den vierten und es wird zäh, 75 mehr ist auf der Ebende mit Anlauf nicht drin. Bin kein Raser aber auf größeren Strassen wird man zum Hindernis. Ok, bin auch 1,95 und der BMI ist im gesundheitsgefährdenen Bereich.
- manchmal Fehlzündungen beim plötzlichen schnellen Gas wegnehmen,
- Ölverlust Welle Kupplungshebel, hatte vergessen diese Gummitülle zu bestellen und die alte wieder eingebaut. Wird in Kürze neu.
- durch den Klappspiegel sehe ich immer noch nix. Das vom Club nachgelieferte Befestigungsset für den Profillenker ist genau das was ich mir schon selbst gedreht hatte (Hülse u. lange Schraube bzw. Gewindestange). Ausser Arm und Gepäckträger sehe ich nix. Der Winkel passt einfach nicht, trotz lösen der Schraube im Spiegelgehäuse. Bin wohl zu breit. Suche mir was im Zubehörmarkt.
- Vorderrad hat wohl einen Höhenschlag, ziemlich auffällig und langsam nervig bei 60-70 rum. Werde nochmal Luft ablassen und versuchen den Mantel besser zu zentrieren
- denke mal die Zündung muss noch besser eingestellt werden, bin auf der Suche nach einer Zündpistole, aber das schice Teil aus dem Video mit der Zeigeranzeige gibt's wohl nicht mehr.
- Hauptständer nach Anleitung von Heinkel-Bernd hier aus dem Forum aufgeschweisst, jetzt steht er sicher und das Vorderrad ist weg vom Boden.
- Tacho funktioniert jetzt auch, hab nochmal alles zerlegt von Welle bin Antrieb. Danach funktionierte es, evtl. war der Mitnehmer nicht korrekt montiert.

Grundsätzlich kann man sagen, der ich ganz gerne mit dem Heinkel fahre. Nachdem der jetzt läuft kann ich mich langsam der Cezeta zuwenden und den Grund der schleifenden Kupplung (fast neu) suchen.

Soweit so gut!
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Re: Tourist steht seit 1985, Wiederbelebung

Beitrag von heinkel-bernd » 01.07.2019, 12:40

Servus Hans (velorex),

das Problem mit den Klappspiegeln vom Club hatte ich bei der Montage
vor vielen Jahren auch :shock:

Wenn Du ein Spiegel-Paar hast, ist das ganz einfach:
Schraube die Spiegelarme vom Lenkerhalter ab (senkr. Schraube mit Feder),
vertausche einfach die Lenkerhalter (links/rechts) am Lenker und schraube die Spiegel
mit den Armen wieder auf.
Dadurch bekommt das Spiegelglas die richtige Richtung und lässt sich optimal einstellen :D

Noch ein Tip zu diesen Spiegeln:
Die Kreuzschlitzschraube, die den Spiegelarm durch die Feder hält, hat sich immer gelockert :?
Habe anstelle dieser Schraube mit Schraubensicherung eine M5 Gewindestange eingedreht und
dann den Arm mit einer selbssichernden Mutter wieder befestigt. Hält jetzt bei den Lenker-
Vibrationen bombenfest, rastet gut ein und lässt sich auch gut ein- und ausklappen :D
.
Klappspiegel 1 (1).JPG
Klappspiegel 2.JPG
Die Hutmutter ist nur zum Schutz des überstehenden Gewindes aufgedreht.
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth

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Re: Tourist steht seit 1985, Wiederbelebung

Beitrag von velorex350 » 01.07.2019, 13:08

danke, hab nur einen Spiegel
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Re: Tourist steht seit 1985, Wiederbelebung

Beitrag von velorex350 » 18.07.2019, 07:37

So, nachdem mein Heinkel jeden Standplatz ziemlich deutlich markiert hat, hab ich den Kupplungsdeckel abgenommen.
Bild
Klar daß da das Öl durchläuft und dann am Kupplungshebel raus, keine Ahnung wie das passiert. Ziemlich fummelig ohne Motorausbau, aber es ging. Bei Schlatung einstellen hab ich mich etwas dumm angestellt und irgendwann ging der Seilzug so schwer, dass ich den Schaltgriff aufgemacht habe um alles nochmal zu schmieren, Dabei ist mir der Deckel vom Schaltgriff gebrochen :evil: Zinkdruckguß ist einfach ein Mist. Fazit: die Sonne scheint, der Heinkel steht. Teil bestellt. Video is jetzt bekannt....
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