Kohlen in der Dynastartanlage

Motor-Vergaser-Antrieb
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BMW Schrauber
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Kohlen in der Dynastartanlage

Beitrag von BMW Schrauber »

Hallo

jetzt werd ich wohl doch Dauergast hier.

Hab grad den lima Rotor runtergebaut.

Da war scho mal jemand drin. sieht man an den Abdrückmarken an der Limarotorschraube.

Wenn ich schon mal dran bin, Kohlen der Dynastartanlage. Die die ich drinne hab sind so 15mm lang (Gesamtlänge).

Wie lange sind denn die Kohlen als Neuteil? Kann man an dem Verschleiss der Kohlen etwa die Laufzeit festmachen, also wie lange die schon drin sind?

Mein Tourist hat jetzt 75tkm drauf.

Gruss

Dieter
Stephan
Beiträge: 143
Registriert: 18.01.2012, 17:11

Re: Kohlen in der Dynastartanlage

Beitrag von Stephan »

Hallo Dieter
15mm sind "fast" neu, 16mm sind original Länge. Schau mal unter Technik auf der Homepage, da steht ein sehr guter Artikel zum Kohlentausch.
Die Lebensdauer ist sehr vom Fertigungsdatum abhängig, alte Kohlen halten sehr lange, dann gab es Ende der 80er Kohlen, die hielten sehr kurz, die heutigen geschätzt vielleicht 25000km.
Suche mal im Forum, da steht noch mehr ;-).
Die Perfektionisten und diejenigen, die den kostbaren Anker schützen wolle, bauen Kohlebegrenzer ein, damit bei verschliessenem Kohlen nichts passiert , suche auch mal danach im Forum, es gibt verschiedene Varianten.
Viel Erfolg.
Stephan
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heinkel-bernd
Beiträge: 2604
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Wohnort: Nähe Bayreuth

Re: Kohlen in der Dynastartanlage

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Dieter,

da bring ich doch gleich ein paar Fotos :wink:

Aber:
Im neuen Startpost solltest Du auch Dein Rollermodell angeben.
In diesem Fall reicht aber BOSCH oder SIBA.
Ich gehe jetzt mal von den meistgefahren Touristen mit BOSCH-Anlage aus.
Dann:
Die Gesamtlänge nützt zur Beurteilung des Verschleißes gar nichts, wenn die Musterkohle
nicht aus der gleichen Produktion kommt wie die betroffene Kohle !
Deshalb habe ich die nutzbare Länge einer neuen Kohle angegeben :
.
BOSCH-Kohle nutzbare Länge 1.JPG
BOSCH-Kohle nutzbare Länge 2.JPG
.
Diese Länge sollte aber nicht ausgenutzt werden, da die Gefahr besteht, dass die Kupferlitze dann
schon am Kollektor schleift und diesen beschädigt :x
Dagegen gib es aber neuerdings sogen. "Kohlebegrenzer", die jedoch einer gewissen "Geheimhaltung"
unterliegen. Dabei handelt es sich nicht um die Kupferdrähte, die über die offene Litzenführung
gelötet werden, sondern um eine bessere, geschraubte Konstruktion :wink:

Habe gerade gesehen, dass Stefan auch schon geantwortet hat und schreibe deshalb nur noch
grundsätzlich zur Lebensdauer:
Diese ist natürlich auch von der Aufnahmeleistung der Verbraucher abhängig :idea:
Der Abnehmer der permanent den meisten Strom braucht, ist die Beleuchtung !

Früher fuhr man tagsüber ohne Licht, das war für die Kohlen kein Problem :D
Dann kam die Pflicht, tagsüber mit Abblendlicht zu fahren. 35 W Bilux oder 35 W Halogen HS2+
Armaturenbeleuchtung und Rückleuchte ziehen permanent ca. 45 W. Das schränkt die Lebensdauer
der Kohlen schon etwas mehr ein :?
Es werden inzwischen aber schon H4-Scheinwerfer eingebaut, die mind. 55 W ziehen ! Mit der Restbeleuchtung
kommt man dann auf ca. 65 W, was die Nutzungsdauer der Kohlen natürlich weiter herabsetzt :(
LED-Scheinwefer, die vereinzelt in Touristen schon Verwendung finden, brauchen bei voller Leuchtstärke
(Abblend- zus. mit Fernlicht und Standlicht) ca. 22 W :D . Zusammen mit der restl. Beleuchtung werden dann
nur noch 32 W benötigt, was natürlich auch die Kohlen enorm schont :D
(Zu den obigen Rechnungen muss noch ein geringer Strombedarf für Zündung, Bremslicht, Blinker, usw. addiert werden)
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
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