103 A1 läuft nicht rund

Motor-Vergaser-Antrieb
Mockawilli
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Re: 103 A1 läuft nicht rund

Beitrag von Mockawilli »

Die Leerlaufdüse ist eine 30er.
Die Hauptdüse auf der Beschleunigerpumpe ist eine 85er.
Die Verbindung vom Vergaser und Ansaugkrümmer ist dicht.
Morgen teste ich den Zündfunken mit dem Zündkabel.
Ansonsten muss ich mich bei uns in der Gegend mal umhören, bezüglich der Zündung einstellen.
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21.jpg
Mockawilli
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Re: 103 A1 läuft nicht rund

Beitrag von Mockawilli »

Hallo, nochmal,
also ich komme mit meinem Heinkel einfach nicht weiter.
Ich komme aus dem Landkreis Weilheim/Schongau genauer gesagt aus Peißenberg (Bayern).
Vielleicht liest ja jemand mit der Ahnung hat von der Sache und kann mir den Roller wieder fit machen.
Er steht jetzt einfach nur rum und ich würde dem ganzen noch eine Chance geben, bevor ich ihn evtl. wieder her gebe.
mfg
Jan
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Hans
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Re: 103 A1 läuft nicht rund

Beitrag von Hans »

Hallo Jan,
ich würde dir ja helfen, aber das Rheinland (Erftstadt bei Köln) ist wohl zu weit weg.
Hast du schon nachgeschaut wo es in deiner Nähe einen Stammtisch gibt? Dort hilft man dir sicher auch.
Hans
Curdin
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Re: 103 A1 läuft nicht rund

Beitrag von Curdin »

Auch von meiner Seite würde gerne behilflich sein.
Doch Horgen bei Zürich ist wahrscheinlich auch zu weit entfernt.

Gruess Curdin
Scoot-Bike
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Re: 103 A1 läuft nicht rund

Beitrag von Scoot-Bike »

Moin.
Die Worte deute ich als Überfettung des Gemisches beim Gasgeben ( hier auffällig beim Gas geben im
dritten Gang / schwarzes Zündkerzengesicht ).
Ich würde aus dem Beschleuniger - Pumpengehäuse den Pumpenkolben, das Plättchen und die Feder
entnehmen und den Vergaser so betreiben ( Hauptdüse und Schiebernadel zunächst so belassen ).
Den Motor ohne Funktion der Beschleunigerpumpe starten und auch fahren.
Bitte berichte deine Erfahrung.
Bis dann.
Heinkelnowy
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Re: 103 A1 läuft nicht rund

Beitrag von Heinkelnowy »

Hallo Mockawilli.
Kontrollier mal Deinen Schwimmer und die Schwimmernadel. Wenn der Schwimmer undicht ist und langsam vollläuft hast Du diese Probleme. Wenn Du ihn schüttelst darf nichts zu hören sein was auf Benzin im Schwimmer deutet. Die Oberfläche muss glatt sein und darf keine Kerben oder Risse haben. Auch die Schwimmernadel kann die Probleme verursachen, wenn sie im Sitz undicht ist.
Mit einer 14er Nuss den Schwimmer-Gehäusedeckel abschrauben.
Zum Ausbau des Gehäuses die 19er Verschraubung der Beschleunigerpumpe herausschrauben. Das Schwimmergehäuse abnehmen. Die 12er Verschlusschraube unten am Schwimmergehäuse vorsichtig herausdrehen. Nicht am Nippel der Benzinzufuhr festhalten. Den gibts nicht mehr. Es könnte ein kleines Benzinsieb (sauber?) an der Verjüngung der Schraube sein. Die Nadel nach unten durch den Schwimmer drücken. Evtl. die zwei Spannfedern auf dem Schwimmer vorsichtig mit einem Schlitzschraubenzieher auseinanderdrücken. Dichtflächenkontrolle an der Schwimmernadel und Schütteltest am Schwimmer (7g nicht 11g! steht drauf)
Gegebenenfalls Schwimmernadel vorsichtig einschleifen, oder wechseln wenn zu stark verschlissen. Beim Zusammenbau die Dichtung mit den 3 Kerben (innen) oben einbauen. Die Feder der Gasschiebernadel ist in der 3.Kerbe von oben, also in der vorletzten. Du siehst also 2 Kerben wenn die Feder in der 3. ist.
Viel Spaß beim Schrauben und viel Erfolg.
Werner
Heinkelnowy
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Re: 103 A1 läuft nicht rund

Beitrag von Heinkelnowy »

Hallo Mockawill.

Wie weit bist Du mit deinem Vergaser?
Habe gelesen dass Du geschrieben hast:

Hallo, ich habe die Zündkerze schon 4- 5 Mal ausgeschraubt, um zu kontrollieren wie das Gemisch eingestellt ist.
Habe sie jedes Mal gesäubert bevor ich sie wieder eingeschraubt habe.

Ich hoffe Du meinst das Benzin-Luftgemisch 😃

In den Tank kommt kein Gemisch.

Viel Erfolg
Werner
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heinkel-bernd
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Re: 103 A1 läuft nicht rund

Beitrag von heinkel-bernd »

In den letzten Tagen hatte ich an einem Touristen ein ähnlich seltsames Problem, das mich auch
wieder viel Zeit und Kopfzerbrechen gekostet hat :cry:

Außer den üblichen Überraschungen, die man an den alten "Bastelbuden" immer findet, bestand das
Hauptproblem darin, dass der Motor nach gewisser Fahrzeit kurz nach dem Abstellen des Motors kaum
mehr ansprang und wenn er dann lief, nur widerwillig auf Drehzahlm kam. Beim Anfahren reichte aber
die Kraft nicht und der Motor würgte sofort ab :(
Stand der Motor wieder eine gewisse Zeit, brachte er so lange wieder sehr gute Leistung, bis man
situationsbedingt anhalten musste und der Motor kurze Zeit mit Leerlaufdrehzahl laufen musste.
Dann wieder das gleiche Problem :x

Nachdem ich die Zündung und alles was dazu gehört überprüft/erneuert und den Vergaser zerlegt, geprüft
und überholt hatte, trat der Fehler nach einer Probefahrt wieder auf.
Was mich stutzig machte, dass sich zwischen den Elektroden der Zündkerze (schon eine heissere B6HS)
Russpartikel angesammelt haben und dadurch kein ordentlicher Zündfunke erreicht wurde.
Vorher fiel mir auch noch auf, dass sich, entgegen meiner bisherigen Erfahrung, das Standgas nicht bis auf
ganz niedrige Drehzahl drosseln ließ, obwohl der Gasschieber komplett geschlossen hat.
Auch eine kleinere 25er Leerlaufdüse verändete nichts daran.
Selbst der Dichtsitz der Leerlaufdüse im Vergaser wurde leicht nachgefräst.
Auch Falschluft über die Anschlussmuffe, den Ansaugkrümmer und dessen Anschluss am Kopf konnte
ausgeschlossen werden.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Ich erinnerte mich daran, dass ich mit dem Leerlauf an einem anderen Vergaser schon mal unerklärliche Probleme
hatte, was nur durch den Tausch des Vergasergehäuses behoben werden konnte.
Vergasergehäuse.JPG
Gedacht, getan ! Vergaser zerlegt, alle Einzelteile in ein anderes Gehäuse übertragen und in Grundeinstellung
gebracht, eingebaut, der Motor sprang an.
Die freudige Überraschung war groß, als beim Herausdrehen der Standgasschraube der Motor immer langsamer
lief und auch ausging. Und auch das Hineindrehen der Gemischschraube (Ist kein Zweitakter, Werner) bewirkte
das Ausgehen des Motors :D

Meine Vermutung über die schadhaften Vergasergehäuse (inzwischen 3 Stück, die äußerlich noch sehr gut aussehen):
Im Inneren des Gehäuses muss sich ein Riss gebildet haben, der das Eindringen von zusätzlichem Kraftstoff in das
Leerlaufsystem ermöglicht :x
Anders kann ich mir nach den vielen Reparatur-, Tausch- und Einstellungsversuchen dieses Verhalten
nichr erklären :?
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
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