Steini KTZ

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MiGo
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Steini KTZ

Beitrag von MiGo » 25.05.2011, 09:57

Hat jemand schon Langzeiterfahrungen mit dieser Zündeinheit. Verbrauch, Leistung etc. Ich hatte in einer Ente so eine Zündanlage eingebaut, Funktion hervorragend, Motorendleistung spürbar schlechter bei hohen Drehzahlen.

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Matthias
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Re: Steini KTZ

Beitrag von Matthias » 26.05.2011, 12:41

Hallo MiGo,
habe die Steini-KTZ von 2004 bis 2010 in meinem A2 gefahren und war immer super zufrieden damit. Spritverbrauch war besser, Anspringverhalten und Zündfunke auch.
Letztendlich habe ich sie nur ausgebaut, weil ich in 2009 permanent Probleme mit meinem Roller hatte und viele der Kollegen meinten, das läge an der Steini-KTZ.
Aber nach Umrüstung auf eine konventionelle Zündung waren die Probleme immer noch nicht weg, lag also definitiv nicht an der Steini-KTZ.
Ich habe die KTZ dann an Steini geschickt (bzw. seinen Sohn), dort wurde sie in einem Dauertest geprüft und auf den neuesten Stand gebracht. Und das kostenlos!!!
Ich werde die KTZ wieder verbauen (hatte bisher nur keine Zeit dazu), da ich vollestes Vertrauen in die Technik habe. Also nur gute Erfahrungen.
Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Matthias



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MiGo
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Re: Steini KTZ

Beitrag von MiGo » 26.05.2011, 14:56

Danke für die ausführliche Antwort..dann werde ich diese auch mal demnächst einbauen.
Gruss Michael

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Bernd Duensing
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Re: Steini KTZ

Beitrag von Bernd Duensing » 27.05.2011, 22:21

Hallo MiGo,

von Steini gibt es unterschiedliche Zündanlagen, die für einen Heinkel geeignet sind. Es gibt die kontaktlose elektronische Zündanlage und die kontaktgesteuerte elektronische Zündung.

Die kontaktlose Zündung wird von vielen Heinklern eingesetzt und ersetzt die originale Kontaktzündeinheit komplett.

Die kontaktgesteuerte Zündung wird zusätzlich angebaut, die originale Kontakteinheit bleibt erhalten. Hierbei liefert der original Kontakt den Impuls für die elektronische Zündung und verschleist dadurch fast nicht mehr.
Da ich an meinem Heinkel so wenig wie möglich verändern wollte, habe ich mich für die kontaktgesteuerte Zündung entschieden. Diese habe ich so verdrahtet, dass ich durch Umstecken eines Steckers zwischen der original Zündung und der elektronischen wählen kann. Falls die elektronische Zündung ausfallen sollte kann ich mit der original Zündung weiterfahren.

Mit der elektronischen Zündung, in Verbindung mit einer Iridium-Zündkerze, hat sich das Anspringen und der Motorlauf bei geringer Drehzahl deutlich verbessert.
Ich würde die Lösung wieder wählen, sie ist auch deutlich kostengünstiger.
Bernd D.
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Re: Steini KTZ (für 103A2)

Beitrag von Heinkelrudi » 07.07.2019, 01:21

Sorry dass ich diesen Uralten Beitrag wieder ausgrabe. Ich suche schon tagelang im Netz etwas über kontaktlose Zündungen für Heinkel. Ist fast nichts spezielles zu finden. Dabei fand ich auch diesen Beitrag. Also nach "Steini" gesucht, aber die seite gibt es nicht mehr und bei einem anderen Hersteller wird man auch nicht fündig. Ich habe mal vor gefühlten 20 Jahren die "kontaktgesteuerte elektronische" vom Club bezogen. Werde damit mal einen Test machen. Wegen der gerigen "Srombelastung" hält der Unterbrecherkontakt wohl ewig, aber ich befürchte Kontaktprobleme. dashalb tendiere ich zu einer kontaktlosen Anlage mit Magnet und Hallsonde. Die originalen Bosch Unterbrecherkontakte gibt es ja wohl nicht mehr. Wer weiß da Bescheid. Bin auf Antworten von Zündungsexperten gespannt. .... :D
MfG
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Re: Steini KTZ

Beitrag von Heinkelrudi » 07.07.2019, 01:26

Hallo Bernd
lese gerade, Du kannst von Elektronik auf konventionell umschalten. Ich bin zwar Elektroniker und Meister, aber warum soll ich das Rad nochmal erfinden..... kannste mal die Schaltmimik verraten? Danke.
MfG
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Re: Steini KTZ

Beitrag von MiGo » 08.07.2019, 11:58

Bei der elektronischen mit der original Unterbrecherplatte werden nur 2 Kabel umgesteckt, eines ist der Kondensator, der wieder an die Zündspule muss. (so Habe ich den Text verstanden)
Ich habe die ganze Unterbrecherplatte entfernt und die Steini mit dem Hallgeber drin, der Einbau ist simpel, da man die Hauptplatine nur mit den 2 Schrauben befestigen muss, die vorher die Platte gehalten haben. Da gibt es auch nichts zu verschieben Richtung Spätzündung oder so. Wichtig nur, die Steiniplatte muss plan aufliegen und die Schrauben nicht zu stramm anziehen, ein zu dicker Schmierfilz kann die Zündanlage zerstören.
Dann muss man auf dem Fliehkraftstumpf den kleinen Sprengring(Achtung, der fliegt schnell weg) mit einem Feinmechanikerschraubendreher aushebeln, die 2 Begrenzerscheiben entfernen und den inneren Steini - Rotationsring lose aufsetzen. Dann die Scheiben wieder davor und den kl. Sprengring. Darauf achten, dass dieser komplett in der Nut einrastet.
Man nimmt dann den kl. Inbusschlüssel und probiert wo die beiden Madenschrauben sitzen.
Oberen Totpunkt einstellen, den Rotationsring entgegen der Laufrichtung drehen, dann in die Laufrichtung und wenn die Diode heller wird dreht man die beiden Madenschrauben fest, nicht zu fest. Eigentlich kann man sich das sparen und gleich den Rotationsträger am Hallnehmer, der steht ungefähr bei 8 Uhr , direkt befestigen....also die Sensoren stehen genau zusammen.
Roller läuft top damit....alles passt!

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Re: Steini KTZ

Beitrag von Heinkelrudi » 08.07.2019, 18:14

Hi hi, habe mit der sache keine Probleme - da ich keine ktz habe. wollte eine bestellen aber Steinis HP gibt es nicht mehr .... :(
wer kann dazu was sagen. ?????
Gruß
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Re: Steini KTZ

Beitrag von Heinkelrudi » 08.07.2019, 18:22

MiGo hat geschrieben:
08.07.2019, 11:58
Bei der elektronischen mit der original Unterbrecherplatte werden nur 2 Kabel umgesteckt, eines ist der Kondensator, der wieder an die Zündspule muss. (so Habe ich den Text verstanden)
Ich habe die ganze Unterbrecherplatte entfernt und die Steini mit dem Hallgeber drin, der Einbau ist simpel, da man die Hauptplatine nur mit den 2 Schrauben befestigen muss, die vorher die Platte gehalten haben. Da gibt es auch nichts zu verschieben Richtung Spätzündung oder so. Wichtig nur, die Steiniplatte muss plan aufliegen und die Schrauben nicht zu stramm anziehen, ein zu dicker Schmierfilz kann die Zündanlage zerstören.
Dann muss man auf dem Fliehkraftstumpf den kleinen Sprengring(Achtung, der fliegt schnell weg) mit einem Feinmechanikerschraubendreher aushebeln, die 2 Begrenzerscheiben entfernen und den inneren Steini - Rotationsring lose aufsetzen. Dann die Scheiben wieder davor und den kl. Sprengring. Darauf achten, dass dieser komplett in der Nut einrastet.
Man nimmt dann den kl. Inbusschlüssel und probiert wo die beiden Madenschrauben sitzen.
Oberen Totpunkt einstellen, den Rotationsring entgegen der Laufrichtung drehen, dann in die Laufrichtung und wenn die Diode heller wird dreht man die beiden Madenschrauben fest, nicht zu fest. Eigentlich kann man sich das sparen und gleich den Rotationsträger am Hallnehmer, der steht ungefähr bei 8 Uhr , direkt befestigen....also die Sensoren stehen genau zusammen.
Roller läuft top damit....alles passt!
Sorry MiGo,
hatte ich danach gefragt?
Ich denke mal, mit dem Anschluss hätte ich keine Probleme. ist die Anleitung denn so unverständlich?
MfG
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Bernd Duensing
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Re: Steini KTZ

Beitrag von Bernd Duensing » 09.07.2019, 14:02

Hallo Heinkelrudi,

hier die gewünschten Informationen, wie ich die Steini-KTZ angeschlossen habe. Durch Umstecken ist es möglich zwischen der Steini- und der Originalzündung zu wählen.

Von Reichelt habe ich den Stecker GFSH 6x6,3 und als Buchse (2x) GFS 6x6,3 verwendet. Die Montage ist auf dem Bild zu sehen.

Ich habe mit dieser Lösung nie Probleme gehabt und würde es wieder so machen, da sie mir zwei Möglichkeiten bietet.

Leider scheint es Steini nicht mehr zu geben, nicht im Internet und auch telefonisch nicht. Mit KTZ anderer Hersteller sollte aber ein gleicher Funktionsaufbau möglich sein.

Steini-KTZ.jpg
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Bernd D.
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