Achse Fußbremshebel 103A2

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Gast

Achse Fußbremshebel 103A2

Beitrag von Gast »

Bei meinem 103A2 ist die Rückholfeder am Fußbremshebel gebrochen. Als ich versuchte, die Achse heraus zu nehmen, bin ich auf unerwartete Schwierigkeiten gestoßen. Auf beiden Seiten der Achse gibt es weder einen Sprengring noch z.B. eine Mutter, die man entfernen könnte, um die Achse heraus zu schlagen. Bei der einen Seite der Achse ist eine Verdickung, auf der anderen Seite - wie soll ich es sagen - auf eine Art vernietet.
Kann mir jemand weiter helfen?
Ist das bei allen 103A2 so? (beim 103A1 gibt es eine Mutter)
Ggf. könnte ich auch ein Foto schicken.
Besten Dank und viele Grüße
Gerhard Müllner
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Gleiter2
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Beitrag von Gleiter2 »

Hallo Gerhard

Ich stand auch wie der berühmte Ochse vor dem Berg.

Die Achse ist einfach eingesteckt und mit dem Federblech eingerastet, und zwar von der "genieteten" Seite. Diese Niete hält nämlich nur dieses Federblech auf der Achse !

Das heisst: die Achse muss zur genieteten Seite `raus - und das geht relativ leicht.
Vorher das Federblech vorsichtig hochhebeln, also auseinanderspreizen und hochdrücken, die Achse so drehen dass das Blech frei beweglich ist. Dann ziehen und drücken.

Soweit die Theorie - ich hoffe, in der Praxis funktioniert dies auch bei Dir, ist Dein Federblech noch dran und so weiter ?

Gutes Gelingen !!!

stefan
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manfred030
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Achse Fußbremshebel

Beitrag von manfred030 »

Moin Gerhard,
ich will hoffen, daß Du die Fußbremsachse so rausgeschlagen kriegst.
DasProblem ist leider sehr häufig, daß der Bolzen in den beiden Laschen links und rechts sich dreht aber im Fußbremshebel festgerostet ist.
Bevor Du mit "zu viel" Hammerschlägen die Laschen verbiegst, gibt es nur eine Möglichkeit: links und rechts zwischen den Laschen den Bolzen durchtrennen und dann den Rest des Bolzen ausbohren.
Zum durchtrennen bebutze ich eine dieser neuen super dünnen Trennscheiben.
Viel Erfolg.
Manfred030
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GerhardM
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Beitrag von GerhardM »

Hallo Stefan und Manfred30,
es hat mit den Tips geklappt.
Ich habe das Sicherungsblech lösen können und dann ging die Achse relativ problemlos raus. Zuerst dachte ich, die Achse hätte auf der anderen Seite eine Verdickung und ließe sich nicht nach der "Blechseite" heraus schlagen. Das war aber eine optische Täuschung.
Danke nochmal.
Gruß
Gerhard
sushimoto

fussbremshebel A2

Beitrag von sushimoto »

transexl hat geschrieben:<snip>Das heisst: die Achse muss zur genieteten Seite `raus - und das geht relativ leicht.
Vorher das Federblech vorsichtig hochhebeln, also auseinanderspreizen und hochdrücken, die Achse so drehen dass das Blech frei beweglich ist. Dann ziehen und drücken.
<snip>
ich krieg das nicht hin.. *grummel*
Das blech lässt sich drehen, aber ich sehe nicht, wie es die achse hält.

Allerdings öffnen die worte "ziehen" und "drücken" sonst jede tür der welt. :D
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Gleiter2
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Beitrag von Gleiter2 »

Hallo Sushimoto (fährst Du auch noch Japaner, hihi ?)

Vielleicht bist Du einer derjenigen, bei denen die Achse - wie von Manfred beschrieben - festgerostet/gegammelt ist... .

Dann, ja dann kann ich Dir nicht helfen, ich hatte ja Glück... .

Viel Erfolg, lass mal hören, was war !

Gruß

stefan
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sushimoto

Beitrag von sushimoto »

Nö.
ich hab nur eine japanische alarmanlage mit fernbedienung in meim heinkel.
... Wenn du deinen roller aus 10m entfernung anlassen kannst und er dich fröhlich mit blinken und hupen begrüßt, sind dir auch die blicke sicher. *g*

Der Fußbremshebel ist das letzte teil an meinem "zweitroller". ich hab mich jetzt entschlossen, ihn nicht als ersatzteillager zu mißbrauchen, sondern ihn langzeitprojektmäßig wieder aufzubauen.

Okay. also caramba drauf und erstmal so zum strahlen bringen.

hast du zufällig einen richtpreis für die pulverbeschichtung des rahmens?

... oder soll ich patrick fragen, ob er mir einen aus titan schweisst? *gg*
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Ralf
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Beitrag von Ralf »

Hallo sushimoto,

würde an Deiner Stelle erst mal den Hebel, vor dem Strahlen, rausmachen.
Habe meinen Rahmen,die Schutzbleche und Kleinteile sandstrahlen und pulverbeschichten (irgendein Grauton, der mit gefallen hat) lassen.
Hat mich damals komplett 140 Euro gekostet. Denke das ist nicht zu viel und ist besser als Lack.
Einen Fußbremshebel habe ich mir auch selber aus Edelstahl gebastelt. Sieht fast aus wie Original. Nur dass ich diesen zusätzlich noch mit einen kleinen Schraube sichern mußte. Edelstahl ist ja weich und so hätte das Blech nicht auf dem Rahmen gehalten - das Federbleche hält sich ja mit einer "Nase", also einer Ausstanzung, in einem Loch fest. Werde mal ein Bild machen und reinstellen.
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Stephan Tödt
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Fußbremshebel

Beitrag von Stephan Tödt »

Hallo Jungs!

Kleiner Tipp am Rande, baut doch einfach mal wenn ihr schon dabei seid einen Schmiernippel an das Pedal, ist nicht schwer, und die Kerbe in der Mitte der Achse ist schon da. Es läßt sich so mehr oder minder regelmäßig nachschmieren (wenn man es tut), und es gammelt nichts mehr fest.

Jetzt kann nur noch das Federblech durchrotten, oder man nimmt einen entsprechenden Bolzen mit Mutter drauf, dann ist für die nächsten 50 Jahre Ruhe (so Plus Minus)! :wink:

Hab ich auch überall gemacht und bin sehr zufrieden!

Gruß Stephan
Typenreferent für die Modelle 103A0 bis A2. Im Auftrag des Heinkel-Club Deutschland e.V.! ;-)
sushimoto

Beitrag von sushimoto »

Moin Loite,

Nach 2 Tagen Caramba behandlung (Aus Zeitmangel :D) und ein paar beherzten Hammerschlägen hat der Bolzen jetzt aufgegeben.
Ich habe eigentlich ein sehr gutes technisches Verständnis,
aber wirklich verstanden wie das Federblech den Bolzen hält,
habe ich immer noch nicht...
Egal.
Hier ein Bild von der Schose:

Bild

Das unterstützt Nachfolgende vielleicht beim "Drücken" und "Ziehen" *g*

Der Fußbremshebel schlabbert auf der Welle. Deshalb werde ich eine Buchse in das Pedal einsetzen und Stephans Hinweis mit dem Schmiernippel beachten.
Ob ich die original Achse verwende (abgenutzt), weiß ich noch nicht,
denn ein Bolzen mit Mutter klingt irgendwie wartungsfreundlicher.

@Ralf:
Bezüglich der Pulverbeschichtung war ich gestern bei einer Firma, die das Inkl. Strahlen und allem mit 2,50€ per Kilo berechnet. Der Rahmen mit Kleinteilen wiegt etwa 40kg.
Klingt preiswert.
Allerdings wies man mich darauf hin, dass der Rahmen sich bei ca. 200° Einbrenntemperatur verziehen könnte??
Hast du das Alu-Typenschild abgenietet oder sollte man es nicht entfernen,
sondern mit einem Blech und Schlauchschellen abdecken um es zu schützen?

Gruß,
Oliver
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