Fußbremshebel

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Pema
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Fußbremshebel

Beitrag von Pema »

Ich habe bei meinem Heinkel, 103/A2, den Kundendienst gemacht, am Fußbremshebel fand ich diesen Schmiernippel, s. Bild.
Abschmieren über den Nippel ist nicht möglich, da die Feder im Weg ist.
Habe eben die Schraube ausgebaut und alles geschmiert.

Meine Frage
ist das Original oder ist das die falsche Feder die mein Vorbesitzer eingebaut hat.

Grüße Pema
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Fußbremshebel.JPG
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Werner
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Re: Fußbremshebel

Beitrag von Werner »

Die Schraube ist nicht original, da gehört ein spezieller Bolzen rein. Schmiernippel ist auch nicht original. Da war ab Werk kein Nippel. Feder kann ich nicht genau sagen. Sieht aber alles ordentlich aus, da habe ich keine Sicherheitsbedenken
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Erdgeschoss
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Re: Fußbremshebel

Beitrag von Erdgeschoss »

Wie Werner schon schreibt, sieht nicht übel verbastelt aus. Du könntest zur Sicherheit noch prüfen, ob die Schraube noch einige Gänge über den Nyloc Einsatz der Mutter hinaussteht. Oder zwei flache Muttern kontern, weil die Schraube ja wegen der Gabel nicht voll angezogen werden kann.
Wenn jemand Schmiernippel anbringt, kann er nicht so falsch denken. :) Wahrscheinlich hatte es den originalen Bolzen fest einkorrodiert und das war die damalige Lösung.
Grüße
Martin

Lambr1kel
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heinkel-bernd
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Re: Fußbremshebel

Beitrag von heinkel-bernd »

Den gleichen Pfusch hatte ich vor knapp 10 Jahren schon mal:
viewtopic.php?p=7837#p7837

Schmiernippel mit 3 U-Scheiben ? Da dürfte die Hälfte an Fett daneben gehen :(
(Schmiernippel besitzen am ihrem Gewindeende einen Konus. Dieser dichtet erst ab,
wenn der Nippel ganz in das Gewinde eingedreht ist !)
Ein Schmiernippel der funktioniert erleichtert die Wartung enorm :wink:
Ich habe das so gelöst:
viewtopic.php?p=8230#p8230
Geht natürlich auch für die Pedalwelle des A-2 mit Federblech.
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
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Erdgeschoss
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Re: Fußbremshebel

Beitrag von Erdgeschoss »

heinkel-bernd hat geschrieben: 23.07.2021, 01:36 Schmiernippel mit 3 U-Scheiben ? Da dürfte die Hälfte an Fett daneben gehen :(
(Schmiernippel besitzen am ihrem Gewindeende einen Konus. Dieser dichtet erst ab,
wenn der Nippel ganz in das Gewinde eingedreht ist !)

Sieht nach Kupferringen aus, das Gewinde vom Schmiernippel ist für die Buchse zu lang. Das sollte schon gehen, ist ja nichts lebenswichtiges. Die M12 (?) Schraube als Welle sieht da allerdings schon vertrauenerweckender aus. :)
Grüße
Martin

Lambr1kel
Pema
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Re: Fußbremshebel

Beitrag von Pema »

Guten Morgen,
danke für eure Einschätzungen und Empfehlungen.
Bei ausgebauter Feder, ist aber etwas umständlich :( , klappt es auch mit dem abschmieren.
Die Kupferringe halten dicht und das alte Fett wird links und rechts an den Achsöffnungen ausgedrückt.
Wenn ich den Schmiernippel auf die Stirnseite der Schraube anbringen will
- welchen Durchmesser müssten die axial- und Querbohrung für den Fettkanal haben?
Würden 3-4 mm reichen und hat die Schraube dann noch genügend Stabilität?

Ich bin mir im Moment nicht sicher ob es eine M10 oder M12 Schraube ist.

@Erdgeschoss, es sind 2-3 Windungen Überstand der Schraube vom Nylon.

Bin gespannt auf eure Meinung und Infos. :D

Grüße
Pema
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heinkel-bernd
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Re: Fußbremshebel

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Pema,

Für den Fettkanal reichen 3 mm locker aus, da das Fett ja mit Hochdruck
durchgepresst wird. Ein dünnerer Bohrer würde bei dieser Bohrtiefe auch zu leicht abbrechen :wink:

Bei der Belastung der Schraube/Achse durch diese Bohrung habe ich keine Bedenken, da diese/r
überwiegend auf "Scherung" belastet wird (Eine Faustformel besagt: Scherfestigkeit ist 80 % der Zugfestigkeit)

Die Original-Achse hat 12 mm Durchm., dann wird die Schraube genauso dick sein (SW 19) :wink:
Bei einer Schraube aber darauf achten, dass sie nur ein Teilgewinde besitzt und der glatte Schaft
annähernd durch das Bremspedal reicht ! (Großer Verschleiß am Gewinde)
Und wie Martin zur Sesi-Mutter schon schrieb:
Oder zwei flache Muttern kontern, weil die Schraube ja wegen der Gabel nicht voll angezogen werden kann.
Das wäre mir auf jeden Fall sicherer !

Soweit meine Einschätzung :D

P.S.:
Zum Bohren der Schraube mit einer Festigkeit von 8.8 solltest Du einen guten und scharfen HSS-Bohrer und
Schneidöl verwenden und die Drehzahl relativ niedrig halten :wink:
Die Schmiernippel vom Heinkel-Shop (für Tachoantrieb) besitzen ein Normalgewinde M6 x 1,0
(Beim Vorbohren und Gewindeschneiden beachten)
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
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