Reifen Heidenau vs Mitas

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Bernd Hünten
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Re: Reifen Heidenau vs Mitas

Beitrag von Bernd Hünten »

Hallo Bernd,
ich habe heute mal den vorher genannten Reifen gesucht und fotografiert:
Bei den Fotos handelt es sich um ein und denselben Reifen, obwohl die Abnutzung ganz verschieden ist! Er war als letztes auf der Fahrt nach Pforzen drauf und sah vor der Fahrt ( knapp 2000 km) wesentlich besser aus und ich hatte nicht gedacht, dass er sich so stark abfährt. Sonst fahre ich solo und ohne Gepäck. Auf dieser Fahrt (eine Strecke 783 km) hatte ich aber den Roller mit Gepäck belastet: Vorne das Zelt, hinten Kofferkasten, auf dem Sitz eine Gepäckrolle und an der Seite des Reserverades zwei Packtaschen. Auf der Fahrt war es sehr heiß und wir fuhren zu zweit zwischen 80 und 90 km/h. Nach der Tour war ich selbst über den Zustand erschrocken.
Den größten Streckenanteil wurde der Reifen aber bei Ortsclubausfahrten mit max. 70 km/h und Schneckentempo gefahren. Hier ist die Belastung gering; und im Gegensatz zu dir geht es bei uns meistens eben und geradeaus.
Mein Roller hat geteilte Felgen, also Schlauch. Nach meinem Fahrgefühl ist für mich mich folgender Luftdruck am besten: Vorne 1,6 Bar, hinten 2,1. Die Felgenbreite ist aber eigentlich zu schmal für den Reifen. Wie du schon schreibst, ist die Abnutzung in der Mitte daher zu groß.
Den Vorgänger, auch K 59 hinten, habe ich nach 7536 km gewechselt, da hatte er noch 2mm Restprofil und ich bin damals noch meistens allein unterwegs gewesen und ganz anders gefahren.
Ich bin mit den Heidenau sehr zufrieden! Gerade bei Nässe ist er wesentlich besser als der Conti oder der Sava, den ich auch gefahren habe.
Bernd
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heinkel-bernd
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Re: Reifen Heidenau vs Mitas

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Bernd,

Du hast `ne Private Nachricht :wink:
und im Gegensatz zu dir geht es bei uns meistens eben und geradeaus.
Je mehr Kurven, umso mehr wird der Reifen auch außermittig abgefahren :idea: (Theorie !)
Steigungen und Gefällestrecken, d.h. Vollgas und Bremsen, fördern natürlich auch den Reifenverschleiß :(

Mit meinen knappen 70 kg und mit 1,9 bar im Hinterrad ist mein 103 A-0 jedoch noch sehr
fahrstabil :D
Die Gummilagerung am Motor des 103 A-1/A-2 ist der Fahrstabilität natürlich
auch nicht gerade förderlich ! Aber halt konfortabel :)
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
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velorex350
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Re: Reifen Heidenau vs Mitas

Beitrag von velorex350 »

Interessante Diskussion!
Auf der Cezeta fahre ich den Mitas in 3.25-12, kann nicht klagen. Auf dem Heinkel den K59.
Nur mal so aus Interesse: hat mal jemand die Profiltiefe des Heidenau K59 in Neuzustand gemessen?
Grüße Hans
103A2 von 1964, mein erster Viertaktroller! Cezeta, Vespa, Velorex und Co haben blaue Fahnen
#9656
Um nicht umzufallen reichen drei Räder, drum gibt's den Velorex :lol:
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Achim65
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Re: Reifen Heidenau vs Mitas

Beitrag von Achim65 »

Moin!

Gerade in der Garage gewesen...
Meine Heidenau sind ja erst ein paar Kilometer gelaufen; ich messe knapp 5mm. Damit sind es weniger als beim Conti, wo ich eher bei 6mm lande.

Viele Grüße
Achim
Er kann nicht fliegen, er hat keine Strahlturbine, aber er ist trotzdem von Heinkel.
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heinkel-bernd
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Re: Reifen Heidenau vs Mitas

Beitrag von heinkel-bernd »

Habe auch zufällig einen montierten Heidenau K59 (DOT 1120) hier liegen und kann
Achims Angabe bestätigen:
In der relevanten Verschleißzone messe ich 4,7 bis 4,9 mm
Profiltiefe Neu Heidenau K59.JPG
Habe mich auch schon immer über die geringe Höhe der Profilblöcke gewundert :o
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
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Manico1512
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Re: Reifen Heidenau vs Mitas

Beitrag von Manico1512 »

Ich habe auch neue Heidenau mit 0 KM und messe an der tiefsten Stelle 4,77mm.

Die Profiltiefe selber ist aber nur ein kleiner Aspekt. Sehr wichtig bei der Reifenauswahl ist der Hersteller. Reifen von namhaften Herstellers sind sicher länger haltbar, als wenn man sich zum Beispiel für einen unbekannten Billighersteller entscheiden. Die Reifenmischung machts.
Ich fahre seit 40 Jahren Motorrad. Dort gibt es große Unterschiede auch zwischen und unter den jeweiligen Markenherstellern. Es gibt Reifen z. B. von Metzler, die auf meiner VFR lange halten, im trockenen schnell und sportlich zu fahren waren aber mit denen ich bei Nässe nur rumgeiert bin. Wenn man dann zufällig gerade in den Alpen ist und die Spitzkehren bei Nässe bergab fährt, nicht lustig. Dann gibt es andere Reifen vom selben Hersteller, die halten kürzer, bauen aber auch deutlich mehr Grip auf. Fahrspaß pur. Man muss halt sehen, wie und wofür man die Reifen benötigt. Lieber einmal öfter die Reifen wechseln als mit Holzreifen durch die Gegend zu fahren, die bei Nässe unfahrbar sind bzw. die einem permanent ein unsicheres Gefühl vermitteln.
Ich denke, dass die Heidenau Reifen für das Rollersegment state of the art sind.
Da gehe ich keinen Kompromiss ein, gerade wenn es um die Sicherheit geht.

Gruß

Andreas
„Du lebst nur einmal - aber wenn du es richtig machst, ist einmal genug.“

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ingeni
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Re: Reifen Heidenau vs Mitas

Beitrag von ingeni »

Servus,
diesen Reifen fahre ich seit ca 6 Jahren. Wie vorher schon erwähnt: kein eiern mehr, kein Lenkerschlackern, bei 70kmh und tiefer Schräglage noch sicheres Gefühl, einfach geil. Dieser Stollenreifen ist bei Regen und Splitt, sowie im Gelände noch besser, passt zu meinem Roller, dem "Tourist" besser. Zudem tut die etwas längere Übersetzung gut. Das mit dem TÜV ist kein Problem.
Wünsche gute Entscheidung
Reiner
PS: hatte ihn über den Club bestellt
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Heidenau 66M K77
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MoppedTom
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Re: Reifen Heidenau vs Mitas

Beitrag von MoppedTom »

Ja vielen Dank für die vielen Rückmeldungen.
Dann wird es bei mir auch der Heidenau werden, bis es vielleicht wieder mal einen schöneren Conti gibt. :wink:
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heinkel-bernd
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Re: Reifen Heidenau vs Mitas

Beitrag von heinkel-bernd »

Dann wird es bei mir auch der Heidenau werden, bis es vielleicht wieder mal einen schöneren Conti gibt.
Dann wirst Du keinen Conti 4.00-10 mehr fahren wollen :wink:

Überlege gerade.....
Du hattest ja gar keine Vergleichs-Möglichkeit :x
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
HenningW
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Re: Reifen Heidenau vs Mitas

Beitrag von HenningW »

Liebe Heinkel-Fahrer,
das Thema ist sehr interessant auch vor dem Hintergrund, dass die meisten Heinkel-Fahrer nicht viel fahren. Aber es gibt doch ein paar „Vielfahrer“.
Ich fahre auf meinen Motorrädern gerne die Heidenaus (K60 Scout), weil sie auf der Langstrecke (Russland und zurück) hinten ca. 20.000 km halten, vorne mehr.
Aber 3mm nutzbare Profiltiefe beim K59 finde ich eine Unverschämtheit, 4,7 im Neuzustand zu 1,6 mm Verschleissgrenze, vorgegeben durch die Ordnungsmacht. Egal wie toll der fährt, das geht einfach nicht. Das sind wahrscheinlich keine 5.000 km. Das ist Ressourcenverschwendung.
Ich will dieses Jahr, wenn Corona es zulässt, eine längere Tour mit mehreren Tausend Kilometern fahren. Normalerweise wäre ich mit dem Conti gefahren, der hätte das gerade so ausgehalten, wenn nicht wäre das Ersatzrad draufgekommen. Aber den gibt es nicht (mehr).
Außerdem habe ich gerade mit Heidenau telefoniert und denen auch mitgeteilt, was ich von 4,7 mm Profil halte. Der Herr hat sich über meine Meinung nicht gefreut.
Laut dem Herrn ist der K77 nicht besser in Bezug auf die Laufleistung, weil er weniger Gummi auf die Straße bringt wegen dem höheren Negativanteil.
Aber er hat mir den K61 empfohlen, der hat 6 mm Profil, aber er hat fast kein Negativprofil und taugt eigentlich nur für die Straße. Ich will aber eigentlich keine „Glatze“.
So, was nun? Welcher Reifen ist der passende? Gibt es Erfahrungen bei Euch?
Gruß Henning
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