Kupfersteg Kopfdichtung - wie rum?

Motor-Vergaser-Antrieb
HenningW
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Re: Kupfersteg Kopfdichtung - wie rum?

Beitrag von HenningW »

Liebe Heinkel-Schrauber,
ich verstehe den Hype um die verschiedenen Zylinderkopfdichtungen nicht, weil ich nie eine mit Kupferring oder aus Kupfer bzw. gebraucht habe.
In meinem "hoch aufgeladenen" Gespann-Motor mit stark erhöhter Verdichtung (1 mm am Zylinder abgedreht, schon in der Info berichtet beim Thema Verdichtung) habe ich die billige normale Kopfdichtung drin seit ca. 20.000 im Gespann-Vollgas-Betrieb. Völlig problemfrei.
Aber das hat einen Grund: Der Kopf ist plan und der Zylinder natürlich auch. Dann geht das und man braucht keine Kopfstände in Bezug auf die Kopfdichtung machen.
Noch was: An den Dichtungen hat eine "chemische Unterstützung" in Form von z.B. Dirko HT oder sonst was nichts zu suchen. Es geht ohne. Man braucht keine Hosenträger und Gürtel, wenn die Hose sitzt.
Übrigens: Die mit dem Kupferring macht abdrücke im Kopf, weshalb der Kopf ab und an gepolant werden muss. Das ist schlecht, weil da irgendwann mal das Material fehlt. Die empfehle ich nicht!
Gruß Henning
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heinkel-bernd
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Re: Kupfersteg Kopfdichtung - wie rum?

Beitrag von heinkel-bernd »

Meine Beweggründe zur Verwendung von Kopfdichtungen aus Kupfer sind folgende:

Die Kopfdichtung aus Massiv-Kupfer (die ich auch aus verschieden dickem Blech herstelle) hat die Außenkontur
der obersten Kühlrippe am Zylinder und wirkt deshalb wie eine zusätzliche Kühlrippe :wink:
Kopfdichtung 1.JPG
Kopfdichtung 2.JPG
Im Gegensatz zum herkömmlichen Dichtungsmaterial besitzt Kupfer eine sehr gute Wärmeleitung ! Daraus schließe
ich, dass durch den metallischen Verbund die Wärme des thermisch hochbelasteten Zylinderkopfes gleichmäßiger
und schneller in den Zylinder übergeht, der ja optimal im Strom der Kühlluft steht :D

Beide Dichtflächen müssen natürlich exakt plan geschliffen sein !
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
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