Erstfahrten nach Neuaufbau mit Undichtigkeit an Kupplungsschnecke

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Wolfram
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Erstfahrten nach Neuaufbau mit Undichtigkeit an Kupplungsschnecke

Beitrag von Wolfram » 28.08.2020, 18:28

Hallo,

ich habe meinen A1 heute angemeldet und nach Total-Neuaufbau die ersten 160km abgefahren.
Läuft gut, schaltet gut und ist "Furztrocken" und macht sehr gut was er soll.

Das Furztrocken muß ich leider relativieren, da am Kupplungs-Ausrückmechanismus Öl ausläuft.
Nicht Schwallweise, aber schon einige Tropfen, so das auch am linken Silenblock alles ordentlich nass ist.
Es ist (auch) in diesem Bereich alles neu, also auch die innere Dichtungskappe.
Diese wurde auch ohne Berührung des Gewindes montiert und zeigt nun nach Demontage der Schnecke von außen mit starker Taschenlampe angestrahlt keinerlei Undichtigkeiten....liegt stramm am Schaft des Kupplungsstiftes.

Es müsste also außen an der Dichtebene zwischen Kupplungsdeckel und der Dichtungskappe irgendwo Öl reinkommen.

Bei der Demontage der Schnecke lief kein Öl nach und es stand auch nichts im Hohlraum der Dichtungskappe.

Da die Demontage des Kupplungsdeckels ja nicht so spaßig ist (ja, ich kenne die Anleitung von Eckhard von Rönn-Haß), frag ich mal lieber erst hier, ob da Erfahrungen in Bezug auf diese Undichtigkeiten vorliegen.
Hat das auch schon mal jemand gehabt?
Wie kann so etwas bei Neuteilen passieren?

Danke und Gruß

Wolfram

HenningW
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Re: Erstfahrten nach Neuaufbau mit Undichtigkeit an Kupplungsschnecke

Beitrag von HenningW » 28.08.2020, 19:30

Hallo Wolfram,

zu Deinen Fragen: Hat das auch schon mal jemand gehabt? Ich noch nicht aber ich weiss, wie es geht!

Wie kann so etwas bei Neuteilen passieren? Durch Falschmontage der Schnecke: Du hast wahrscheinlich (Ferndiagnosen sind immer schwer) durch das Eindrehen der Schnecke ins Gehäuse die Gummidichtung zerschnitten. Das geht, wenn man die Schnecke zu weit reindreht. Man zerschneidet mit dem scharfen Kanten der Schnecke den Gummi.
Mach mal den Deckel auf (ich weiss, ist viel Arbeit!), aber nur so wirst Du es sehen.
Wenn jemand eine andere Idee hat, ich bin gespannt.
Gruß Henning

phenomeno
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Re: Erstfahrten nach Neuaufbau mit Undichtigkeit an Kupplungsschnecke

Beitrag von phenomeno » 28.08.2020, 21:35

Hallo,

ja das ist sehr interessant!!! Ein guter Hinweiß! Danke Henning.

Ich habe dasselbe Problem, aber bei mir liegt es daran dass ich den Kupplungsdeckel mehrmals(3x) ohne Hülse demontieren musste und einfach nicht mehr dran gedachte habe das ich so diesen Gummirdichtung zerstöre. Da hatte ich ganz andere Sorgen. :twisted:

Mir gab damals jemand einen einen weiteren Tipp, er war der Meinung das es überschüssiges durch Hitze flüssig gewordenes Fett aus der Gummikappe ist. Aber ich denke du kannst zwischen Fett und Öl unterscheiden Wolfram.

Wo finde ich eigentlich die Anleitung von Rönn-Haß?

Gruß
Denny

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Wolfram
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Re: Erstfahrten nach Neuaufbau mit Undichtigkeit an Kupplungsschnecke

Beitrag von Wolfram » 29.08.2020, 08:42

Moin.

Danke Henning, das könnte die Ursache sein, wenn ich auch denke, daß die Schnecke nicht zu tief eingedreht war.
Wobei das "nicht zu tief" erst mal definiert werden müsste.
Die war maximal bündig aussen mit dem Kupplungsdeckel und steht aktuell in Ruhestellung ca. 2mm über.
Ich werde aber bei der Demontage dann mal schauen, wie weit die einfahren müsste, um den Gummibalg zu berühren.

Danke Denny.
Ja, ich bin sicher daß es Öl ist, zumal mein Fett erst bei ~180°C schmilzt.
Ich sende dir in Bezug auf die Anleitung gleich noch eine PN.

Ich werde weiter berichten.......

Gruß

Wolfram

phenomeno
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Re: Erstfahrten nach Neuaufbau mit Undichtigkeit an Kupplungsschnecke

Beitrag von phenomeno » 29.08.2020, 09:50

Vielen Dank! Interessant! Zum Gluck habe ich den A0 da geht es noch einfacher:)

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Wolfram
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Re: Erstfahrten nach Neuaufbau mit Undichtigkeit an Kupplungsschnecke

Beitrag von Wolfram » 29.08.2020, 13:57

Soooo....habe eben mit Anregung durch die Anleitung von Eckhard v. R.-H-, den Roller auf der Bühne stehend präpariert und konnte problemlos den Kupplungsdeckel demontieren.

Ich plädiere hiermit auf unschuldig.
Es ist kaum möglich die Schnecke so weit reinzudrehen (ausser ohne Hebel von Hand), daß die Schnecke den Balg aufschlitzen könnte.
Der Balg ist auch im Bereich der scharfen Kantes der Schnecke vollkommen unberührt.

Es scheint ein Fehler beim neuen Ersatzteil vom Club zu sein.
Da ist in Radius (siehe Fotos) ein riesen Lunker im Balg.
Die "Außenwand" ist dort nur ein paar Zehntel mm dick.
Da ist er aufgegangen und das Öl ging durch.
P1050959.jpg
P1050957.jpg
P1050958.jpg
Wirklich ärgerlich wegen solch einem Mist alles zu demontieren.

Gruß

Wolfram

HenningW
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Re: Erstfahrten nach Neuaufbau mit Undichtigkeit an Kupplungsschnecke

Beitrag von HenningW » 29.08.2020, 20:27

Meine Vermutung, aber bei der Ursache lag ich falsch. Naja, gefunden und was gelernt.
Gruß Henning

Pema
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Re: Erstfahrten nach Neuaufbau mit Undichtigkeit an Kupplungsschnecke

Beitrag von Pema » 30.08.2020, 13:40

Hallo,
Da die Demontage des Kupplungsdeckels ja nicht so spaßig ist (ja, ich kenne die Anleitung von Eckhard von Rönn-Haß), frag ich mal lieber erst hier, ob da Erfahrungen in Bezug auf diese Undichtigkeiten vorliegen.
Hat das auch schon mal jemand gehabt?
Wie kann so etwas bei Neuteilen passieren?

Danke und Gruß

Wolfram
Kann mir bitte jemand den Link von der Anleitung von Eckhard von Rönn-Haß nennen?
Danke
Gruß Pema

Scoot-Bike
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Re: Erstfahrten nach Neuaufbau mit Undichtigkeit an Kupplungsschnecke

Beitrag von Scoot-Bike » 01.09.2020, 13:49

Moin,
der Schaden an der Kupplungsmanschette ist entstanden, weil nach dem Einführen des Kupplungsstiftes in die Manschette und Montage des Kupplungsdeckels nicht mittels einer Rohrhülse, die über den Kupplungsstift geschoben werden muss, der Innendurchmesser der Manschette vom Gewindebereich des Kupplungsstiftes auf dem zylindrischen Bereich des Kupplungsstiftes geschoben wurde. In dem Bereich kann sich der K.-stift axial bewegen, ohne das die Manschette ständig unter Spannung steht oder beim Einstellen Kontakt mit der Kupplungsschnecke bekommt. Als Rohrhülse kann man einen entsprechenden Rohrsteckschlüssel SW 10 nutzen; ist oft im Bordwerkzeug zur Demontage des Kofferkasten vorhanden. Das dreigängige Innengewinde im Kuppl.-deckel lässt genug Platz. Beim Schieben vom Gewindebereich auf den Zylindrischen Bereich spürt man natürlich einen Widerstand. Man kann aber getrost, ohne Angst zu haben die Manschette vom K.-Deckel zu ziehen, die Manschette auf Anschlag schieben.
Bis dann.

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Hans
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Re: Erstfahrten nach Neuaufbau mit Undichtigkeit an Kupplungsschnecke

Beitrag von Hans » 01.09.2020, 17:03

Hi Scooter-Biker,
(Wär' schön, wenn man dich wenigstens mit deinem Vornamen ansprechen könnte.)

Ich glaube, ein Rohrsteckschlüssel SW 10 hat einen zu großen Außendurchmesser. Ich sehe die Gefahr, dass das Gummi reißt.
Ich nehme den vorderen Teil eines Kugelschreibers. Im Bordwerkzeug hab ich den auch, obwohl ich lieber den ADAC rufen würde, als die Kupplungsabdichtung unterwegs mit Bordwerkzeug zu reparieren.

Bei Wolframs Gummiriss glaube ich auch eher an einen Produktionsfehler.
Hans

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