Mal wieder ein Kupplungsproblem 102A1

Motor-Vergaser-Antrieb
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tpritscher
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Mal wieder ein Kupplungsproblem 102A1

Beitrag von tpritscher »

Servus zusammen,

ich habe ein Problem mit der Kupplung bzw. bin der Meinung, dass da was nicht stimmt.
Die Kupplung meines 102A1 ist gerutscht, keine Ahnung wie alt die Beläge waren.
Und wenn man schon mal dabei ist, macht man einiges neu.
Also neue Lamellen, Beläge, Kette, Federn, Kupplungszug usw. bestellt, alte Lamellen haben so komische Lunker bzw. poröse Oberflächen.
Zusammenbau klappte super.
Beim Einstellen der Kupplung fällt mir auf, dass ich ALLES auf Anschlag (Gewindestange ganz raus, Einstellschraube auch ganz raus) einstellen muss, um einigermassen Trennung hinzubekommen. Das Ziehgefühl ist auch etwas komisch und nicht so richtig definiert, geht auch irgendwie zäh.
Zumal ich denke, dass nach die Kupplung nach ein paar km eh nochmal nachgestellt werden muss, geht ja aber nicht.
Die Schnecke schaut auch am Druckpunkt ca. 1cm aus dem Gehäuse, ich meine das ist etwas viel!
Dachte zuerst der neue Zug ist zu lange, aber beide nebeneinander gelegt, sind identisch.
Nun nochmal alles aufgemacht und festgestellt, dass die Innenlamellen von der Dicke her abweichen, Aussenlammelle passen (Aussenlamelle alt=neu=2,5mm, Innenlamelle alt 1mm, neu 2(!)mm).
Desweiteren habe ich auch noch die Scheibchen unter die Federn gelegt.
Nun die Frage, bevor ich wieder wieder alles zusammenbaue.
Ist jetzt durch diese Konfiguration das Gesamtpaket Kupplung zu dick/stark, so dass sich die Kupplung nicht exakt einstellen lässt?
Oder hat mit der Club falsche Innenlamellen mit 2mm geschickt?
Oder soll ich die zusätzlichen Scheibchen rauslassen??
Ich würde nur ungern durch selbstständige Test den Deckel ein paar mal ab- und wieder hinbauen inkl. Reinigung von Dichtpaste.

Ich hoffe, ich konnte mein Problem einigermassen klar darstellen.
Für Fragen bin ich natürlich offen und hoffe auf Hilfe von euch!

Danke und schönen Abend

Tobias
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heinkel-bernd
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Re: Mal wieder ein Kupplungsproblem 102A1

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Tobias,

erst einmal bringst Du bei den Begriffen etwas durcheinander:
Mit Außenlamellen sind immer die Lamellen mit dem Reibbelag bezeichnet !
Man kann sich das leicht merken, weil die Mitnehmer außen am Kupplungskorb eingreifen :wink:

Mit Innenlamellen sind die Stahllamellen gemeint, da sie die Verzahnung zum Mitnehmen innen haben.
Eigentlich sind die Endlamellen auch Innenlamellen, zur Unterscheidung von der Dicke werden sie aber Endlamellen genannt.

Logisch ist, dass durch das 2mm dickere Kupplungspaket auch der Abhebering, der noch vor der Endlamelle eingesetzt wird,
näher zur Schnecke kommt und dadurch der Kupplungsstift auch weiter heraus gedreht werden muss, um die Kupplung zu trennen :?

Wegen kleiner Rostporen werden die Stahllamellen bei mir selten erneuert.
Ich entfette diese, lege sie auf eine Gummiplatte und schleife mit dem Schwingschleifer (altes 80er Schleifpapier)
beidseitig gleichmäßig d`rüber :wink:
Du kannst aber auch versuchen, bei Wolfgang oder Raphael zwei Innenlamellen zu bekommen, die die Original-
dicke haben.
Wenn das KULU-Paket zu dick ist, kann der Abhebering die Kupplungs-Gummikappe zerstören, da nicht mehr genug
Abstand vorhanden ist :(


Die unter die Federn gelegten Scheiben ändern an der Dicke des Kupplungspakets nichts, es wird nur die Feder-Vorspannung erhöht !

An der Endlage der KULU-Schnecke ändert sich auch nichts, wenn beim "Anschnäbeln" der drei Gewindezüge die
flachen Stellen ca. senkrecht stehen ! 10 mm Überstand des Gewindes zum KULU-Deckel sind zuviel und
fördern den Verschleiß des Gewindes im KULU-Deckel :x Ich denke mehr als ca. 4 mm sollten es nicht sein.

Jetzt noch viel Erfolg mit Deiner Kupplung und
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
tpritscher
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Re: Mal wieder ein Kupplungsproblem 102A1

Beitrag von tpritscher »

Hallo Bernd,
danke für deine Antwort.
Ja in meiner Definition war ich zu schnell und zu ungenau.
Meine "Aussenlamelle" meint die Endlamelle (sind ja auch jeweils aussen am Kupplungspaket :) )

Ich werde vesuchen Innenlamellen in Originalstärke (1mm) zu bekommen, da meine schon tiefere Poren haben, könnten dann schon echt dünn werden, wenn ich die abschleife!

Ich habe auch das Gefühl dass der Abhebering nicht genug Weg hat um sauber zu trennen, kann echt sein dass er gegen die Gummikappe stösst! Danke für den Hinweis!
Vielleicht ändert sich dadurch auch die Endlage der Schnecke und der Überstand. Eingebaut habe ich sie in de richtigen (von dir angegebenen Position); bei zu großem Überstand sammelt sich auch mehr Dreck, was denke ich zusätzlich dem Verschleiss nicht guttut!

Ich melde mich bei weiteren Ergebnissen!
Schönen Sonntag!
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heinkel-bernd
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Re: Mal wieder ein Kupplungsproblem 102A1

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Tobias,
tpritscher hat geschrieben: 26.04.2020, 10:58 Vielleicht ändert sich dadurch auch die Endlage der Schnecke und der Überstand. Eingebaut habe ich sie in de richtigen (von dir angegebenen Position); bei zu großem Überstand sammelt sich auch mehr Dreck, was denke ich zusätzlich dem Verschleiss nicht guttut!
Du musst sie nicht unbedingt in dieser Stellung "anschnäbeln lassen, wenn eine andere Position besser passt :wink:
WICHTIG ist aber, dass Stirnseite der Schnecke bei eingestelltem Kupplungshebel (leicht schräg nach hinten) am
KULU-Deckel noch etwas vor steht !!! (Kupplungsspiel)
Ich habe auch immer wieder eine andere Stellung der Schnecke probiert, musste aber bis heute immer so einbauen,
wie es empfohlen wird :?

Hier ist mir vor Jahren mal etwas zum Schutz des Schneckengewindes eingefallen:
Moosgummiring DA ca.24 mm / DI ca. 16 mm / Dicke ca. 4 bis 5 mm
KULU Staubschutz 1.JPG
KULU Staubschutz 2.JPG
Darüber steht hier noch mehr:
viewtopic.php?f=1&t=1727&p=9585&hilit=schaumstoff#p9585
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
tpritscher
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Re: Mal wieder ein Kupplungsproblem 102A1

Beitrag von tpritscher »

Habe mit dem Club gesprochen, die Aussage war es gab wohl mal kürzere Glocken uund Innenteile und entsprechend dünnere Innenlamellen.
Sie hatten ein paar gebracuhte Innenlamellen in dünner da, ich habe mal 2x1,25mm genommen.
Werde berichten was sich damit getan hat.
Bis dahin danke für eure Hinweise und Hilfe
KarlGniebel8410
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Re: Mal wieder ein Kupplungsproblem 102A1

Beitrag von KarlGniebel8410 »

Hallo Tobias,
wie Du sicher gelesen hast, habe ich auch ein Kupplungsproblem und so wie es sich anhört,ist das Problem ziemlich gleich. Ich habe beim Club 3 neue Kupplungsaußenlamellen mit Reico-Belag, einen neuen Kupplungsstift, neue Federn,neuen Kupplungszug und ein Scheibenrillenlager bestellt.Das alles habe ich jetzt eingebaut, genau nach dem Video von Bernd.Bei den 2 Stahllamellem habe ich wieder die alten benutzt, die sind 2mm stark, die Endlamelle ist 2,5 mm stark. Alle Stahllamellen sehen aus wie neu. Mir kommt es so vor, als ob die Kupplung, genau wie bei Dir, erst wenn der Kupplungsstift fast ganz rausgedreht ist, sich einstellen lässt.Die Kupplung löst erst wenn ich am Hinterrad mit Kraftaufwand drehe. Trotzdem baue ich den Rest jetzt mal zusammen, fülle Öl ein und probiere es mal mit Motor.
Im Notfall muss ich halt nochmal von vorne anfangen. Vorsichtshalber habe ich mal eine 2.Deckeldichtung mitbestellt. Informiere uns bitte wenn es bei Dir was Neues gibt.Sollte ein Heinkler/in eine andere Idee haben, ich wäre sehr erfreut.
Einen schönen 1. Mai an alle wünscht
Karl
KarlGniebel8410
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Re: Mal wieder ein Kupplungsproblem 102A1

Beitrag von KarlGniebel8410 »

hallo Heinkelfreunde/innen,

jetzt habe ich meinen Motor mal wieder zusammen gebaut, so dass er läuft. Oh Wunder, die Kupplung hat getrennt. Allerdings ist der 1. Gang ein wenig rein geratscht, das hat er vorher aber auch gemacht und wenn der Motor warm ist, gehts sicher ohne ratschen. (siehe mehrere Beiträge und Tipps von Betroffenen und Bernd im Forum.) Leider lässt sich die Kupplung immer noch erst am Ende des Kupplungsstifts einstellen, aber immerhin funktioniert es erst mal. Ich freue mich und baue jetzt alles richtig zusammen und hoffe,dass ich am Montag eine Probefahrt machen kann.

Gruß Karl
tpritscher
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Re: Mal wieder ein Kupplungsproblem 102A1

Beitrag von tpritscher »

Hallo Karl,

ich habe inzwischen über den Club zwei Innenlamellen mit 1,25 Stärke bekommen, da habe ich wenigstens 1,5mm über die gesamte Kupplunkspakethöhe gewonnen.
Habe den Deckel inzwischen wieder drauf, bin trotzdem mit der Stiftschraube am Anschlag, Einstellschraube auch fast.
War am WOE frohen Mutes, der aber gleich wieder verschwunden ist, nachdem ich festgestellt habe dass das Gewinde am Zylinderkopf-Auslass ziemlich ausgenudelt ist und sich die Krümmerschraube nicht mher ordentlich festschrauben lässt.
Hier wurde wohl schonmal von M6 auf M8 aufgebohrt.
Habe mir gestern ein paar Helicoils organisiert und werde versuchen (d.h. ich muss :) ) das Gewinde wieder in Ordnung (zu) bringen.
Wenn der Motor wieder mal läuft, melde ich mich mit einem Ergebnis!

Bis dahin!!
Tobias
derbeweis
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Re: Mal wieder ein Kupplungsproblem 102A1

Beitrag von derbeweis »

viewtopic.php?p=16050#p16050
Schau mal da nach. Habe eine tabelle eingestellt. Fertige die dünnen Scheiben nach.
Gruß burkhard. Bei meinem 102 A 1 hat es mit dem dicken Scheiben nicht funktioniert. Kupplung ist nach ca.300Km komplett verbrannt.
tpritscher
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Re: Mal wieder ein Kupplungsproblem 102A1

Beitrag von tpritscher »

Hallo Burkhard,
habe dir zwei PNs gesendet zum Thema, eine davon kannst du löschen, da ich nicht sicher war ob sie rausgegangen ist.
Danke Tobias
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