Zwischengas

Motor-Vergaser-Antrieb
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Gleiter2
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Zwischengas

Beitrag von Gleiter2 »

Hallo Gemeinde,

da der thread "Schaltung einstellen" irgendwie ausläuft hier noch mal eine ernst gemeinte Frage:

wie schalte ich richtig mit Zwischengas ?

Meine Versuche scheinen zwar zu fruchten, da ich aber nie vorher ein Fahrzeug mit unsynchronisiertem Getriebe gefahren habe möchte ich wissen, WIEVIEL und WIE LANGE man WANN Gas gibt - kann das jemand in Worte fassen ?

Dank und Gruß

stefan
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Hauke
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Beitrag von Hauke »

Hallo Stefan,

guckst du hier...

http://de.wikipedia.org/wiki/Zwischengas


gruß

Hauke
Meine Heinkel sind nun leider alle weg...... :cry:
Technik ist nichts Geheimnisvolles, auch wenn schlechte Techniker ein gelehrtes Gehabe an den Tag legen.
GerhardM
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Beitrag von GerhardM »

Hallo,
bei Wikipedia ist das Zwischengas ja gut beschrieben.
Danach wird (was bei den Auto-Kupplungen möglich ist) ausgekuppelt (Kupplung drücken) , in den Leerlauf geschaltet (also Kupplung loslassen), Zwischengas gegeben , Kupplung wieder drücken und in den niederen Gang geschaltet.
Zum Unterschied dazu ist beim Heinkel mit der Handkupplung beim Runterschalten die Schaltung in den Leerlauf nicht möglich, weil es zwischen dem 4. und 2. Gang keine Leerlaufschaltung gibt.
Deshalb hat das Zwischengas (bei gedrückter Kupplung) m.E. auch nicht die gleiche Wirkung, was das Runterschalten schwieriger macht. D. H. man sollte vor dem Runterschalten, die Fahrzeuggeschwindigkeit entsprechend abgesenkt haben.
Gerhard
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Bernd Hünten
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Schalten

Beitrag von Bernd Hünten »

Hallo Stefan!
Das Herunterschalten ist eine Erfahrungssache. Man kann, sofern der Drehzahlbereich stimmt ( siehe Drehzahldiagramm) , bei jeder Geschwindigkeit herunterschalten. Es ist z.B. durchaus möglich bei 60 oder auch bei 70 km/h vom 4. in den 3. Gang zu schalten. Du ziehst den Kupplungshebel, gibst Zwischengas und schaltest in den nächst niedrigeren Gang. Je höher der nächst niedrige Gang drehen muss, desto mehr Zwischengas musst du geben. Der gesamte Vorgang ist fließend und läuft bei mir zügig ab, wobei ich eine ganz kleine Pause nach dem Ziehen der Kupplung mache, damit der Motor hochdrehen kann. Wenn ich es richtig überlege, gebe ich sogar schon beim Ziehen der Kupplung Zwischengas, um den Zeitraum des Schaltvorganges zu verkürzen. Ist dein Vergaser richtig eingestellt und der Motor spricht sofort an (TEST: gib im Leerlauf bei Standgas ruckartig Vollgas, dreht der Motor ohne Pause und Verschlucken hoch, ist es in Ordnung) dürftest du nach einiger Übung keine Schwierigkeiten haben.
Natürlich muss die Schaltung richtig eingestellt sein!
Gruß
Bernd
Dieser Heinkel war 1966 mit mir auf dem Mulhacen (Spanien 3481 m)
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Gleiter2
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Beitrag von Gleiter2 »

Danke Euch !

Gerade der Wikipedia-Eintrag ist ja sehr plastisch, hätte nie gedacht, dass so was da drin steht... .

Das was aus Euren Beiträgen für den Roller anwendbar scheint werde ich probieren - ich komme aber vor lauter Schrauben kaum dazu!

Gruß

stefan
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leo
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Beitrag von leo »

der Sinn des Zwischengases ist es, bei gelöster Kupplung alle eingreifenden Zahnräder auf gleiche Geschindigkeit zu bringen sodaß die Schaltklaue richtig einrastet - beim Heinkel geht das nich!

Leo
manfred030
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Zwischengast

Beitrag von manfred030 »

Hallo Leo,
was fähsrts Du denn?
Natürlich ist auch beim Heinkel durch Zwischengas ein angleichen der Zähnräder möglich, selbst bei höheren Geschwindigkeiten z.B. vom 4 in den 3 Gang.
Übe mal fleißig, dann klappt das auch.
Gruß Manfred
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64krokodil
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Beitrag von 64krokodil »

leo hat geschrieben:der Sinn des Zwischengases ist es, bei gelöster Kupplung alle eingreifenden Zahnräder auf gleiche Geschindigkeit zu bringen sodaß die Schaltklaue richtig einrastet - beim Heinkel geht das nich!

Leo
Hallo miteinander ,Hallo leo,warum soll das nicht gehen ? Schau mal im Handbuch des 103 A 2 auf Seite 29 " Abwärtsschalten ".Ich zitiere : Auch hier wieder, wie beim Aufwärtsschalten,auskuppeln, jedoch kurz Zwischengas ( mit Gefühl,je nach Geschwindigkeit ) geben, den Schaltdrehgriff auf III., II. oder I. Gang drehen und wieder einkuppeln.Das Zwischengasgeben ist zum Drehzahl-Ausgleich im Getriebe notwendig,um plötzliches Abbremsen zu vermeiden.
So steht es im Handbuch vorgeschrieben ,sollten sich die Herren im Heinkel-Werk geirrt haben ? Nach eigener Erfahrung ist es eine reibungslose Sache,wenn man kurz Gas gibt ,bevor man in den nächstkleineren Gang schaltet ( z.B. am Berg ).Gruß,Jürgen.
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leo
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Beitrag von leo »

hallo Jungs, so einfach ist das nicht, im Schaltungsdrehgriff sind doch die Anschläge zwischen den Rasten, wenn der Kupplungshebel zwischen den Gängen steht kuppelt man nicht vollständig aus!

Leo
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64krokodil
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Beitrag von 64krokodil »

leo hat geschrieben:hallo Jungs, so einfach ist das nicht, im Schaltungsdrehgriff sind doch die Anschläge zwischen den Rasten, wenn der Kupplungshebel zwischen den Gängen steht kuppelt man nicht vollständig aus!

Leo
Hallo leo,jetzt verstehe ich wahrscheinlich nur Bahnhof.Was meinst Du mit " Kupplungshebel zwischen den Gängen " und " kuppelt man nicht vollständig aus " .Man zieht doch den Kupplungshebel und schaltet in den nächsten Gang und nicht irgendwie " zwischen " zwei Gänge.Es gibt nur den Leerlauf zwischen 1. und 2. Gang.Zwischen den anderen Gängen ist kein Leerlauf vorgesehen ,oder was meinst Du ? Könntest Du nochmal genau definieren ? Oder meinst Du,das man den Kupplungshebel zieht,schaltet und wohl gleichzeitig den Kupplungshebel wieder ein Stück losläßt und wenn man den anderen Gang erreicht hat,wieder ganz anzieht ? Sowas hätte ich aber in meinem ganzen Leben noch nicht gehört .Kannst Du bitte nochmal genauer beschreiben ? Danke.Gruß,Jürgen.
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