Ausdistanzieren der Kipphebel

Motor-Vergaser-Antrieb
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elsterracer
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Ausdistanzieren der Kipphebel

Beitrag von elsterracer » 08.02.2019, 15:16

Hallo mal wieder,
auf der Clubseite im Bereich Schrauber-Fibel steht im Kapitel "13. Kipphebel demontieren": "Und so positioniert sollten die Teile aufbewahrt werden. Dann weiss man, welche Scheiben wo waren".
Es geht da um die Scheiben, die auf den Kipphebelwellen stecken.
Nun hat mein Motor aber gar keine Scheiben auf den Kipphebelwellen. Spiel ist bei mir auf jeden Fall vorhanden, die Stößelstangen sind allerdings ohne Scheuerspuren.

Nach ein bisschen suchen fand ich:
Durch "Falscheinbau" der Distanzscheiben für die Kipphebel können - wie man sieht - die Stößelstangen am, zur Zylinderbohrung hingewandten Rand des Stößelkanals im Zylinderfuß anliegen. Kapitale Motorschäden können die Folge sein!! Die Distanzscheiben müßen an der, dem Stößelkanal gegenüberliegenden Seite der Kipphebel montiert werden, damit die Kipphebel möglichst weit zum Stößelkanal rücken! Das Axialspiel der Kipphebel wird so bis 0,4 mm ausgeglichen, falls noch mehr Spiel vorhanden sein sollte, wird auch zusätzlich auf der anderen Seite - der, dem Stößelkanal zugewandten Seite der Kipphebel - mit Distanzscheiben ausgeglichen, um eine saubere, zentrische Auflage auf den Ventilschäften zu gewährleisten. Das Axialspiel der Kipphebel kann einfach mit Fühlerlehren gemessen werden und sollte 0,05 mm bis 0,10 mm betragen. Die gezeigten Stößelstangen können gerade noch gerettet werden. Um Kerbwirkung und somit erhöhte Bruchgefahr an den Aluminiumrohren zu vermeiden, werden die Schadstellen vorsichtig herausgeschliffen und anschließend poliert - Vorsicht, nur so viel Material entfernen, wie unbedingt nötig!


Nun gibt es beim Club aber nur 0,5 , 0,3 und 0,25 er Scheiben. Wie soll ich da 0,4 ausdistanzieren?
Nehme ich bei genügend Gesamtspiel einfach eine 0,5er - oder doch die 0,3er?


Viele Dank mal wieder... Gruss
Martin

Curdin
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Re: Ausdistanzieren der Kipphebel

Beitrag von Curdin » 08.02.2019, 16:22

hallo elsterracer
wie ist den das aktuelle Kipphebelspiel ohne die Scheiben.
Miss doch mal wieviel das ist und schreib das hier rein. So wie du zitierst heisst es ja "bis 0.4mm". Ich pers. finde das schon ordentlich viel.

Gruess
curdin

HenningW
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Re: Ausdistanzieren der Kipphebel

Beitrag von HenningW » 08.02.2019, 17:36

Hallo Martin,

ich bin der, der die Fibel schreibt.
Ruf mich doch einfach mal an, dann können wir das am Telefon klären. Das ist einfacher als lange Posts zu schreiben.
Mobil: +49 176/66545773

Gruß Henning

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heinkel-bernd
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Re: Ausdistanzieren der Kipphebel

Beitrag von heinkel-bernd » 09.02.2019, 02:26

HenningW hat geschrieben:
08.02.2019, 17:36
Das ist einfacher als lange Posts zu schreiben.
Das Forum bezweckt eigentlich, dass jeder an einem Problem, einer Lösung und ggfs. an einer
Diskussion teilhaben kann :wink:

Deshalb hier meine Methode zum Ausdistazieren der Kipphebel:

Bei der Demontage der Kipphebel sortiere ich erst einmal alle entfernten Distanzscheiben in meine Box.
Ich traue keinem, der vorher schon mal daran herum geschraubt hat :shock:
Vor dem Einbau der Kipphebel überprüfe ich an deren Gleitflächen, dass diese auf beiden Seiten durchgehend ist
und sich kein seitlicher Absatz gebildet hat. Dieser würde später mein Ventilspiel verfälschen !
Beim Einbau, das erste mal mit dünnflüssigem Feinmechaniker- bzw. Nähmaschinen-Öl, montiere ich die Kipphebel
erst einmal ohne Distanzscheiben und überprüfe die Übereinstimmung der Kipphebel-Gleitfläche zum Ventilschaft.
Dementsprechend lege ich dann, falls nötig, die Distanzscheiben so bei, dass die Übereinstimmung zum Ventil zufriedenstellend ist !
Die Stirnseite des Ventilschaftes beansprucht duch die Kippbewegung und der schrägen Anordnung des Kipphebels
annähernd die gesamte Breite der Gleitfläche !
Siehe Abbildung:
Kipphebel Gleitfläche.JPG
Jetzt ist es aber trotzdem wichtig, dass die Stösselstangen im geschlossenem Zustand der Ventile und dem
passenden Ventilspiel noch minimal Luft zur Zylinderkopfkante besitzen.
Zur Kontrolle wird eine kleine helle Taschenlampe benötigt und wenn man die Stösselstangen dabei dreht, kann
man sich auch nachträglich noch versichern, dass diese auch nicht verbogen sind :wink:
Streift ein Stössel an der Kante, muss man durch Versetzen des Kipphebels notgedrungen einen Kompromiss eingehen
oder man nimmt einen anderen Kipphebel (wenn vorhanden), da diese auch minimale Unterschiede aufweisen.
Das Axialspiel wähle ich so knapp, dass ich den Kipphebel axial noch ganz minimal verschieben kann und sich
dieser noch leicht drehen lässt ! Ohne dickflüssigem Motoröl spürt man das auch ganz gut :wink:
0,4 mm Axialspielwürde ich auf keinem Fall tolerieren ! 0,05 bis 0,1 mm steht ja auch in der obigen Anleitung.
Jetzt werden die Kipphebel wieder ausgebaut, die Distanzscheiben so abgelegt, dass sie nicht vertauscht werden
und alles mit Motorenöl wieder montiert. Dann erst werden die Klemmschrauben richtig fest gezogen.
Distanzscheiben ab 0,1 mm gibt es auch hier:
https://www.ebay.de/itm/Ausgleichs-Sche ... 0455129414
Blanke Stahlscheiben würde ich dem Edelstahl rostfrei vorziehen !
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth

KarlGniebel8410
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Re: Ausdistanzieren der Kipphebel

Beitrag von KarlGniebel8410 » 09.02.2019, 09:10

Hallo Heinkelfreunde/innen,

mit Interesse lese ich gerade die Beiträge über den Einbau der Kipphebel. Erstmal vielen Dank Henning für die Anleitung, die Du für Schrauber(neulinge) verfasst hast. Super, weiter so. Schade finde ich, dass das Thema Kipphebel-Distanzringe jetzt am Telefon abgehandelt wird. Lasst uns doch teilhaben an Euren Erfahrungen und Erkenntnissen. Für diese Zwecke haben wir doch unser Forum und können alle noch viel lernen.
Ein extra Dankeschön an Bernd, der den Einbau wieder super erklärt hat.

Ein schönen Wochenende wünscht
Karl

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heinkel-bernd
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Re: Ausdistanzieren der Kipphebel

Beitrag von heinkel-bernd » 09.02.2019, 22:44

elsterracer hat geschrieben:
08.02.2019, 15:16
Nun gibt es beim Club aber nur 0,5 , 0,3 und 0,25 er Scheiben.
Früher hatten diese Scheiben einen Aussendurchmesser von 18 mm.
Seit ein paar Jahren gibt es diese 10er Passscheiben lt. DIN 988 nur noch mit einem
Aussendurchmesser von 16 mm.
Ich scheue mich immer, diese zu verwenden, da damit die Kipphebel-Stirnfläche nicht
vollflächig aufliegt. :(
Kipphebel Passscheibe klein.JPG
.
Ich habe heute stundenlang im Netz nach den grösseren gesucht, aber ausser den o.g. nur
welche mit 22 mm gefunden, die wiederum zu gross sind und über die gefräste Fläche des
Kipphebelbockes hinausreichen :?
Kipphebel Passscheibe gross .JPG
Wenn also jemand eine Bezugsquelle für 10er Passscheiben mit einem Außendurchmesser
von 18 bis 20 mm (0,05 bis 0,5 mm dick) weiss, könnte er viele Heinkelschrauber damit glücklich machen :D
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth

HenningW
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Re: Ausdistanzieren der Kipphebel

Beitrag von HenningW » 10.02.2019, 17:34

Sehr geehrte Damen und Herren Heinkel-Schrauber,

ich möchte auf „doppelten Wunsch“ aus dem Forum ausführlich das Ausdistanzieren der Kipphebel beschreiben.

Zuerst aber noch was zu meinen Vorrednern: Zitat Bernd: "Ich traue keinem, der vorher schon mal daran herum geschraubt hat"! Das kann ich nur zu 100 % (oder mehr) unterstreichen! Bernd hat es sehr gut beschrieben, trotzdem habe ich es mit meinen Worten hier dargelegt und eventuell andere Aspekte beschrieben.

Als Ergebnis sollte das Axialspiel bei ca. 0,1 bis max. 0,2 mm liegen. Es wird mit Scheiben ausdistanziert.

Warum Axialspiel?
- Kipphebel sind aus Stahl und haben fast immer eine Breite von 39,70 bis 39,80 mm Einlass bzw. 39,50 – 39,70 Auslass mm Breite. Anscheinend sind die Ausslasskipphebel ca. 0,1 bis 0,15 mm schmäler. Ich habe gebrauchte Kipphebel gemessen, die ggf. schon etwas an Breite verloren haben.
- [https://www.directupload.net/file/d/535 ... l9_jpg.htm]
- Die Kipphebelböcke im Zylinderkopf haben ein Maß von ca. 40,30 mm bis 40,50 mm ohne erkennbare Einlaufspuren an einem gerbauchten Kopf. (mit Messschieber gemessen, sehr ungenau!)
- [https://www.directupload.net/file/d/535 ... 9b_jpg.htm]

Durch die in Fahrtrichtung „hinter dem Zylinderkopf liegende“ Nockenwelle und deren Schlepphebel stehen die Stößelstangen schräg nach vorne und drücken somit axial auf die Kipphebel, d.h. nach vorne zur Zündkerze hin. Aus dem Grund MUSS zwischen weichem Alumuniumkopf und hartem Kipphebel eine Scheibe eingebaut werden, damit der Kipphebel nicht im Zylinderkopf einläuft. Diese Scheibe hat auch noch das Ziel das Axialspiel auf ein definierte Maß (siehe oben 0,1 bis 0,3 mm) zu reduzieren, was u.a. die Geräuschentwicklung reduziert und die Ventilspieleinstellung genauer macht.
Fazit: Wir brauchen ein definiertes Spiel, aber keine Klemmung!

Warum Scheiben?
Die Scheiben verteilen den Axialdruck auf die Zylinderkipphebelböcke (was für ein Wort!) und die Kipphebel laufen nicht ins Alu ein. Außerdem lassen sich mit Scheiben das Axialspiel leicht einstellen.
- Material: Stahl oder VA, ist eigentlich egal
- Abmessungen: Laut der DIN 988 gibt es nur Passscheiben mit Innendurchmesser (Di) 10 mm und einem Außendurchmesser (Da) 16. Früher waren die Scheiben außen 18 mm. Siehe Bernds Post. Ich habe auch welche mit Da 20 mm gefunden, aber die stoßen an:
Bild 16 mm-Scheiben:
[https://www.directupload.net/file/d/535 ... lu_jpg.htm]
Bild 18 mm-Scheiben:
[https://www.directupload.net/file/d/535 ... eu_jpg.htm]
Bild 20 mm-Scheiben:
[https://www.directupload.net/file/d/535 ... gb_jpg.htm]

- Dicke = Stärke der Scheiben: Zitat von oben: „Nun gibt es beim Club aber nur 0,5, 0,3 und 0,25 er Scheiben“. Die DIN 988 sagt, es gibt Scheiben mit den Abmessungen 10 x 16 in den Stärken 0,1 und 0,2 und 0,3 und 0,5 und 1,0 mm. Nach meiner Meinung sind 0,1 und 1,0 beim Heinkel-Motor nicht notwendig. 0,1 ist zu fein und lässt sich nur schwer montieren, 1,0 ist zu stark, das sollte man nicht brauchen.

Wie Spiel ermitteln?
Es gibt wie immer mehrere Methoden:
- Messen, siehe oben oder noch schwerer zu messen im eingebauten Zustand, was aber ungenau ist, weil sich viele Messfehler einschleichen und addieren können. Manche kennen vielleicht den Spruch: Wer misst, misst Mist.
- Prüfen: ich prüfen das vorhandene Spiel ohne eingelegte Scheiben mit einem „ Spion“ oder einer Fühlerlehre, was dasselbe ist. Aber sachte, die Fühlerlehre muss ohne Gewalt „eingeführt“ werden. Nach dem Prüfergebnis wird die Dicke der Scheiben ermittelt.

[https://www.directupload.net/file/d/535 ... ay_jpg.htm]

Wie Scheibenanzahl und Scheibendicke ermitteln?
Wichtig, wenn es geht IMMER 2 Scheiben pro Kipphebel verbauen, d.h. auf je Seite des Kipphebels eine, damit der Kipphebel nicht in den Kopf einläuft.
Regel: Zuerst wird die Scheibe ermittelt, die auf die Druckseite = die zündkerzenzugewandte Seite, zu liegen kommt.
Dann wird daraus folgend die Scheibe für die andere Seite ermittelt.
2 Beispiele:
- Spiel 0,5 mm „geprüft“! Zündkerzenzugewandte Seite = 0,3 mm, zündkerzenabgewandte Seite: 0,2 mm. Und jetzt ganz wichtig. Prüfen, ob der Kipphebel noch leicht geht, wenn nicht Scheiben reduzieren.
- Beispiel unseres Kollegen: „Wie soll ich da 0,4 ausdistanzieren?“ Hier nimmt man 2 Scheiben à 0,2 mm, eine zündkerzenzugewandte Seite = 0,2 mm, zündkerzenabgewandte Seite: 0,2 mm.

HenningW
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Re: Ausdistanzieren der Kipphebel

Beitrag von HenningW » 10.02.2019, 18:03

Liebe Heinkelfahrerinnen und Fahrer,

ich habe den Post aufmerksam gelesen und möchte etwas aus meiner Sicht klarstellen:

Zitat von Bernd: „Das Forum bezweckt eigentlich, dass jeder an einem Problem, einer Lösung und ggfs. an einer Diskussion teilhaben kann “

Zitat von Karl: „Schade finde ich, dass das Thema Kipphebel-Distanzringe jetzt am Telefon abgehandelt wird. Lasst uns doch teilhaben an Euren Erfahrungen und Erkenntnissen. Für diese Zwecke haben wir doch unser Forum und können alle noch viel lernen.“

Für mich hat das Forum 2 Funktionen: 1.) Schnelle Hilfe und 2.) als Heinkel-Wissensdatenbank zu dienen.
1.) Schnelle Hilfe: Für mich hatte Martin ein Problem und brauchte baldmöglichst Hilfe. Das geht am schnellsten per Telefon. Telefon ist 2-Weg-Kommunikation, d.h. man kann sofort fragen. Das Forum ist nur Einwegkommunikation. Deshalb von mir der Post,“ ruf mich an“, dann kann ich schnell helfen. Aber die Not war anscheinend nicht so groß, Martin hat nicht angerufen.

2.) Heinkel-Wissensdatenbank
Dies mache ich auch gerne, aber weniger im Forum, als in der Schrauber-Fibel. Warum: Um solch einen Post oder Artikel zu schreiben, brauche ich ca. 3-4 Stunden, eine Struktur des Artikels zu erstellen, es didaktisch ausarbeiten, Bilder machen und mich mit der Formatierung im Forum und den Bild anhängen herumzuärgern (in der Fibel hilft mir Andreas mit dem Formatieren, danke dafür!). Dafür lasse ich mir Zeit. Größere Artikel brauchen entsprechend länger, auch inklusive dem Redigieren.

Aber wenn bestimmte Themen gewünscht werden, gerne. Ich werde es sammeln und es ggf. in der Fibel in Abstimmung mit dem HCD veröffentlichen.

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Re: Ausdistanzieren der Kipphebel

Beitrag von elsterracer » 11.02.2019, 12:38

Hallo alles zusammen!
Sorry, ich hatte am Wochenende keine Zeit den Zylinderkopfdeckel zu öffnen und das Spiel zu messen.
Daher war es noch nicht angebracht Henning anzurufen. Hätte ich ihn angerufen, hätte ich die Ergebnisse - mit seiner Erlaubnis - danach auch hier niedergeschrieben. Nun hat er das schon selber gemacht. 1000 Dank dafür!
Generell sind hier übrigens die technischen Infos von einer sehr guten Qualität!

Also: Ich werde den Kopfdeckel aufmachen, messen und dann die Ersatzteile bestellen... einbauen und dann das Ergebnis hier dokumentieren. Allerdings bauen wir gerade das Haus ein wenig um und es kann ein paar Tage dauern...

Ich kann auch nur noch mal unterschreiben: "Ich traue keinem, der vorher schon mal daran herum geschraubt hat"

Viele Grüße
Martin

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Re: Ausdistanzieren der Kipphebel

Beitrag von elsterracer » 17.02.2019, 22:46

So, nun ist er wieder zusammengebaut und die erste runde um's Haus gedreht.
Da ich noch andere Teile brauchte und der Club in der Nähe ist, habe ich dort meine Scheiben gekauft.
Das Spiel der Kipphebel auf der Achse war ohne Scheiben (so wie von mir gekauft) Einlass 0,6mm und Auslass 0,75 bis 0,8mm.
Also habe ich am Einlass vorne und hinten 0,25 unterlegt. Am Auslass vorne 0,3mm und hinten 0,25mm.
Nach Einbau fühle ich immer noch minimales Spiel, also passt das.

Der Einbau selbst gestaltet sich allerdings etwas schwierig.
a) war eine 0,25er Scheibe mit einem Grat innen versehen so dass ich beim Messen der neuen Scheibe 0,4mm Dicke hatte. Also genau kontrolliert und den Grat runtergeschliffen. Entweder eine Fehlproduktion oder schon mal schlecht eingebaut.
b) wenn die Kipphebelwelle in den Aufnahmen im Zylinderkopf klemmt, dann muss man sauber arbeiten, damit die zweite einzusetzende Scheibe passgenau auf Wellenachse liegt, bevor man die Welle mit dem Gummihammer weiter rein klopft. Sonst verbiegt man die Scheibe sicherlich...

Was ich vergessen habe - sorry Bernd: Aussendurchmesser der Scheiben messen. Wenn ich allerdings meine Scheiben mit den Fotos von Dir Bernd vergleiche, müssen die Scheiben vom Club 18 oder 20mm haben. Definitiv keine 16 oder 22mm. Für mich passt das.

Danke auf jeden Fall an Henning und Bernd!
Wenn es mal eilt, werde ich anrufen. In diesem Fall war das Forum sicherlich die bessere Wahl.

Jetzt müssen die neuen Kolbenringe und die Bremsbeläge vorne (trotz einschleifen) eingefahren werden.

Viele Grüße
Martin

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