Ölverlust und Lagerprobleme 1 von 2

Motor-Vergaser-Antrieb
verbert
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Ölverlust und Lagerprobleme 1 von 2

Beitrag von verbert »

Liebe Heinkel-Gemeinde!

Heute wende ich mich mit gleich zwei Problemen an Euch. Beim ersten geht es um den Ölverlust – oder besser – die Inkontinenz meines Rollers. Das zweite Problem offenbarte sich ganz unerwartet bei der Suche nach den Öl-Leckagen.

Zunächst zu den Leckagen und zu den möglichen Leckagen. Ich habe den Traum, dass mein Roller (103-A0) einfach gar kein Öl verliert. Bis jetzt ist es mir nicht gelungen und auch eine Totalüberholung durch einen vermeintlichen Fachmann brachte leider kein Erfolg. Nach kurzer Einsatzzeit waren wieder Öltropfen am Boden auszumachen. Der Traum blieb Traum.

Nun bin ich sukzessiv dabei, die Ursachen zu ergründen. Die erste Vermutung war, dass das Öl seinen Weg über die Zylinderkopfmuttern zu den Stehbolzen findet. Dieser Weg wird ja auch hier im Forum oft diskutiert. Hier ein Bild.

Bild A

Es scheint mir, da kommt nichts – oder nur verschwindend wenig. Ich bitte die erfahrenen Hasen um eine Einschätzung.

Weiter geht es. Ich habe immer wieder Öltropfen am LIMA-Gehäusedeckel gefunden. Hier im bereits demontiertem Zustand im Bild zu sehen.

Bild B

Nur wo kommt das Öl her? Hier im nächsten Bild lässt sich sogar noch Öl erkennen, welches da sicher nicht hingehört. Der Simmerring und die Falchdichtung, die zwischen Gehäuse und Magnetsystem liegt, erscheinen unauffällig. Anders der eingepresste Bronze- oder Messing-Zylinder siehe Pfeil. Kann es sein, dass dort eine Leckage entstanden ist? Ich habe so die Vermutung. Oder bin ich da auf dem ganz falschen Dampfer? Und wenn meine Vermutung sich bewahrheitet – wie kriege ich das denn dicht?

Bild C

...da anscheinend nur drei Bilder eingefügt werden können, folgt der Rest im nächsten Post...
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Bild C
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Bild B
Bild B
Bild A
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Zuletzt geändert von verbert am 01.05.2018, 13:06, insgesamt 2-mal geändert.
verbert
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Ölverlust und Lagerprobleme 2 von 2

Beitrag von verbert »

Und es geht weiter. Das hier ist wohl ein Klassiker beim Ölverlust. Aber auch die weiteren eingepressten Zylinder stehen im Verdacht. Doch bleiben wir zunächst bei dem Klassiker, diesem M6-Bolzen. Wie ist der Königsweg zum Abdichten? Wer weiß Rat?

Bild A

Falls die eingepressten Zylinder undicht sind – oder sein könnten, so wäre ich auch hier um einen Hinweis dankbar, wie sie sich zuverlässig abdichten lassen können.

Mehr ergab meine Spurensuche zu den Leckagen bislang nichts. Falls jemand noch Ideen hat, wo sich noch Undichtigkeiten verbergen könnten, bin ich für jeden sachdienlichen Hinweis dankbar.

Aber nun – wie zu Beginn avisiert – noch ein ganz anderes Problem. Bei der Spurensuche nach den Leckagen ist mir aufgefallen, dass sich das Lager (hier im Bild) in seinem Sitz drehen lässt.

Bild B

Auf der Kurbelwelle sitzt es jedoch stramm. Soweit ist das jedenfalls beurteilen kann. Legt man jedoch die Klinge eines Schraubendrehers auf den Rand des Lagers, kann man ihn im Kries herumführen. Man nennt es – glaube ich – despektierlich eine Wurfpassung. Ob radiales Spiel vorhanden ist, weiß ich nicht. Wahrnehmen kann ich es nicht, wobei ich nicht weiß, ob man es überhaupt in diesem Einbauzustand merken könnte. Was mache ich nun damit? So kann es ja wohl nicht bleiben, oder? Auch hier hoffe und setze ich auf Euch, dass Ihr mir mit Rat zur Seite treten könnt.

Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße aus Wiesbaden - Volker
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Bild B
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Zuletzt geändert von verbert am 04.05.2018, 06:26, insgesamt 1-mal geändert.
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heinkel-bernd
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Re: Ölverlust und Lagerprobleme 1 von 2

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Volker,

zuerst zu Deinem Ölverlust:

Das gleiche hatte ich auch vor Kurzem an meinem frisch gemachten Motor :(
Das Öl kroch unter den Luftleitblechen nach hinten und tropfte auch an der Vorderseizte des Motors ab.
Nach langem Suchen habe ich mir dann mal die Dichtfläche für den Ventildeckel am Zylinderkopf genauer
angesehen und stellte anhand des Abdrucks an der neuen Dichtung fest, dass trotz Planen des Ventildeckels
die Abdichtung zur Vorderseite des Motors (über der Kerze) nicht 100%ig gegeben war :?
Nach dem Entölen der Dichtung und der Dichtflächen habe ich auf die Dichtung beidseitig eine dünne Schnur
aus Silikon-Dichtmasse gelegt, den Deckel montiert und seitdem bleibt der Motor trocken :D
In diesem Fall kann das Öl auch auf die andere Seite sickern und über das Gehäuse unterhalb der LIMA nach
unten kriechen und an der Öffnung des LIMA-Deckels abtropfen :wink:

Dass ein Blechdeckel (keine Zylinder) mal undicht wird, habe ich erst einmal erlebt.
Es war ein Deckel, der sich am Gehäuse gegenüber dem Schwingarm befindet, wo man im eingebauten Zustand
des Motors nur mit Spiegel und einer Behelfsspachtel aus einem Blechstreifen hantieren kann.
Habe es aber geschafft, diesen wieder dicht zu bekommen :D
Wenn Du jetzt gut d`ran kommst, kannst Du diese Blechdeckel ja profilaktisch mal mit Dichtmasse abdichten.

Die M6er Schraube bei der großen Passhülse dichte ich immer folgendermaßen ab:
Ansenken.jpg
Abdichten.jpg
Vor der Montage die Bohrung und die Fläche d´rumherum ganz dünn einölen, so bleibt bei einer
Demontage des Deckels das Dichtmittel nicht daran kleben, der O-Ring bleibt am Kurbelgehäuse
und die Stelle bleibt auch ohne LIMA-Deckekl dicht :wink:

Jetzt zum K.W.-Lager:
Auch das äußere Lager ist fest auf den K.W.-Zapfen aufgepresst.
Der Lager-Außenring wird bei der Montage der K.W. in den Sitz des K.W.-Gehäuses eingeschrumpft und
muss fest sitzen !
Da die Dimension des Lagers stimmt (6004 C3) kann ich mir nur vorstellen, dass etwas mit der Stahlbuchse
nicht stimmt, die in die Gehäusebohrung eingeschrumpft ist. (siehe Foto unten)
100_2142.JPG
Wenn der Lager-Außenring im Gehäuse nicht fest sitzt, kann der K.W.-Zapfen (schwächer als beim A-1/A-2)
die schwere LIMA nicht abstützen und das innere K.W.-Lager könnte überlastet werden :?
Zur genaueren Begutachtung muss leider die K.W. herausgenommen werden :cry:
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
verbert
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Re: Ölverlust und Lagerprobleme 1 von 2

Beitrag von verbert »

Moin Bernd,

vielen Dank für Deine prompte Antwort. Zu den Leckagen: Der Ventildeckel ist ein guter Hinweis – er stand noch nicht im Fokus, doch werde ich ihn kritisch beäugen. Vielleicht haben wir den Hund gefunden. Was die Blechdeckel angeht, die von mir als Zylinder bezeichnet wurden: Welche Dichtmasse hast Du verwendet?
Und was den M6-Bolzen an der Passhülse angeht: Das sieht gut aus, ich werde Deine Lösung so übernehmen. Danke!

Und nun zum Thema Kurbelwellenlager... Ja, ich befürchte auch, dass etwas mit der Stahlhülse nicht stimmt. Unschön, aber c’est la vie. Das bedeutet im Klartext: vollständig zerlegen – oder sehe ich das falsch? Das Ergebnis wird dann vermutlich sein, dass die ins Gehäuse eingepresste Stahlhülse im Innendurchmesser zu groß ist – warum auch immer. Aber was dann? Eine neue Hülse ließe sich machen, doch bekommt man die alte Hülse aus dem Gehäuse? Oder muss man sie mit dem Wohlhaupter ausspindeln?

Noch eine Frage – wahrscheinlich eine ziemlich dumme - zum Zerlegen. Wie ist die Kurbelwelle im linken Kurbelwellenlager fixiert? Warum bekomme ich die Kurbelwellengehäuse nach der Montageanleitung so leicht auseinander?

Danke im Voraus und beste Grüße volker

PS: Wenn, dann Du, Bernd. Ich würde mir gerne einen Heinkel-Montagebock (401/W 9) bauen. Hast Du dafür einen Plan oder zumindest die Maße?
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heinkel-bernd
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Re: Ölverlust und Lagerprobleme 1 von 2

Beitrag von heinkel-bernd »

Servus Volker,
verbert hat geschrieben: 01.05.2018, 22:26 Was die Blechdeckel angeht, die von mir als Zylinder bezeichnet wurden: Welche Dichtmasse hast Du verwendet?
Die Vertiefung und den Deckel gut auskratzen und von Öl / Schmutz befreien, mit Bremsenreiniger ausspülen und
mit Druckluft ausblasen. Ein Gehäuse-Dichtmittel auf Silikonbasis ringsum in die Ecken eindrücken.
Das Dichtmittel sollte natürlich ölfest, gut haftend und spaltfüllend, muss aber nicht hochtemperaturbeständig sein.
Für diesen Zweck nehme ich "Dirko HT" von der Fa. Elring, weil ich es gersde hier habe.
verbert hat geschrieben: 01.05.2018, 22:26 Eine neue Hülse ließe sich machen, doch bekommt man die alte Hülse aus dem Gehäuse? Oder muss man sie mit dem Wohlhaupter ausspindeln?
Die alte lässt sich nach Anwärmen des Kurbel-Gehäuses mit einem passenden Rohrstück austreiben.
Habe mal eine Hülse ausgetrieben und gemessen:
Bohrung im Kurbelgehäuse: 47,00 mm / Lager außen: 42,00 mm
Hülse außen: 47,09 mm / Hülse Innen: 42,03 mm /
Hülse Höhe: 22,00 mm / Überstand der Hülse nach dem Eintreiben 2,5 bis 3,0 mm
Nach dem Einschrumpfen der Hülse in das Kurbelgehäuse dürfte sich das Lager nicht in die kalte Hülse
schieben lassen. In das vorgeheizte Kurbelgehäuse muss sie sich aber knapp in die Hülse schieben lassen.
(zum Testen einölen wg. verklemmen und nur kurz testen wg. Ausdehnung des Lagers)
verbert hat geschrieben: 01.05.2018, 22:26 Wie ist die Kurbelwelle im linken Kurbelwellenlager fixiert?
Das linke W.W.-Lager ist mit Seegerringen in der Gehäusehälfte fixiert. Diese Hälfte lässt sich mit montiertem Lager
vom K.W.-Zapfen abziehen, verkantet sich aber leicht. Vor dem Abziehen und auch Aufschieben den Zapfen mit etwas
Öl oder Fett bestreichen und das Lager leicht anwärmen. Dieses Lager darf auf dem K.W.-Zapfen kein spürbares
Spiel haben, muss sich aber (eingeölt)bei gleicher (Zimmer-)Temperatur per Hand gerade noch aufschieben und
abziehen lassen !

Am Ende jeder Montageanleitung ist eine Skizze zum Bau eines Montagebockes.
Ich habe mir ein paar gefertigt in vereinfachter Ausführung.
Die Grundplatte habe ich nicht bemaßt, weil man dafür verschiedene Platten / Profile verwenden kann.
Ich habe einmal ein Stück 200er U-Baustahl und für den anderen ein Stück Rechteckrohr 200x40 verwendet,
da ich es gerade übrig hatte :wink:
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Montageständer 2.jpg
Zuletzt geändert von heinkel-bernd am 02.05.2018, 19:47, insgesamt 2-mal geändert.
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
verbert
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Re: Ölverlust und Lagerprobleme 1 von 2

Beitrag von verbert »

Moin Bernd,

bist Du rund um die Uhr im Auftrag des Heinkels unterwegs? :wink: Ich danke Dir vielmals für Deine Antwort. Nun gut, dann mögen die Spiele beginnen. Hilft ja alles nichts, die Kurbelwelle muss halt raus und vermutlich auch die Hülse. Eine neue muss gefertigt werden und dann alles wieder zusammen. Viel Arbeit – c’est la vie.

Bei dem Bock war ich wohl blind. Ich hatte irgendwie noch eine Ahnung, dass ich einmal eine Skizze gesehen habe, aber dass sie sich in der Montageanleitung befindet, darauf bin ich nicht gekommen…

Alles Gute, vielen Dank und herzliche Grüße
volker
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Wolfram
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Re: Ölverlust und Lagerprobleme 1 von 2

Beitrag von Wolfram »

Moin Volker,

...... vermutlich auch die Hülse. Eine neue muss gefertigt werden ......


Nicht unbedingt.
Je nach Spalt reicht durchaus eine Loctite Fügeverbindung.

Spalt bis max. 0,2mm: Loctite 638
http://www.loctite.de/produktsuche-2972 ... 2627616769

Sollte der Spalt > 0,2mm sein: Loctite 660
http://www.loctite.de/produktsuche-2972 ... 2627715073

Ich habe damit schon mehrere Einzylindermotoren (XT500/600, uralter Bootsmotor) repariert, deren Lagersitze teils so stark ausgeschlagen waren, daß der Motor richtig geklappert hatte...hält seit Jahren.

Der "Nachteil" ist, daß bei Demontage auf ca. 150°C-180°C erwärmt werden muß...eigentlich kein Problem.

Gruß

Wolfram
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Re: Ölverlust und Lagerprobleme 1 von 2

Beitrag von verbert »

Moin Wolfram,

Danke für Deine Antwort. Die Umsetzung Deines Vorschlags würde natürlich ein erhebliches Maß an Arbeit einsparen. Und ich bezweifle auch nicht, dass Du mit dem Einkleben schon einige Erfolge erzielt hast. Aber: sind die rechten Kurbelwellenlager nicht eigentlich als Loslager ausgelegt? Wenn ich die jetzt einklebe, sind es doch keine Loslager mehr, oder? Ich fürchte, ich stehe auf dem Schlauch... oder denke ich völlig falsch? Wer kann für Klärung sorgen?

LG
Volker
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Wolfram
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Re: Ölverlust und Lagerprobleme 1 von 2

Beitrag von Wolfram »

Moin Volker,

ich kenne den A0-Motor nicht genau, nur die A1/A2.
Ob das kleine, rechte Lager hier speziell eine sehr lockere Passung haben muß, müsste Bernd wissen.
Sicher aber nicht so, daß der Aussenring drehbar ist.

Theoretisch hat auch der A1 / A2 rechts das Loslager und links über Seegeringe fixiert.
Wenn aber das rechte, große Lager bei 90°C (Montageanleitung) montiert/eingeschrumpft wird, ist da auch nicht viel mit "Los".
Bei meinem derzeitigen A1 mußte ich mittels Gummihammer dem KW-Zapfen Limaseitig eins draufgeben, weil das Lager nach Montage extrem streng lief....von selbst hatte es sich eben nicht im Paßsitz verschoben/eingestellt.
Bei anderen Heinkel-Motoren mußte der Aussenring des rechten Lagers einen Schubs bekommen, bis die KW leicht und sauber drehte.
Wer das nicht prüft, kann rechts ruckzuck einen Lagerschaden bekommen.
Bei RiKuLas ist Axiallast kritisch, da sie nur 10% der radialen Traglast beträgt.
Um die KW in der Spur zu halten reicht das locker, aber viel mehr langfristig auch nicht.

Deshalb ist hier mit "Los" eher die Montage gemeint und nicht ein Schiebesitz (Passung mit Spiel).

Will man ein in deinem Sinne echtes Loslager, muß rechts ein (bei dir 2) Zylinderrollenlager rein.

Also ist hier wichtig, daß die KW und beide Motorhälften schnell montiert werden, damit sich alles dementsprechend noch ausrichten kann bevor der Kleber aushärtet.
Schätze ca. 3min. hast Du und das sollte auch reichen.
Du kannst aber auch besser erst die Motorhälften komplett montieren, alles kontrollieren und dann zum Schluss, in Ruhe, das rechte Lager auf die Welle pressen und dabei aussen verkleben.
Das Verpressen geht ja gut über die Gewindebohrung im rechten KW-Zapfen und Rohrstücke o. ä.
Also die Bohrung und das Lager aussen (beides entfettet) dünn mit Loctite bestreichen, ein Stück Gewindestange / lange Schraube rein, Lager und passendes Rohrstück drauf, Mutter drauf und schrauben...schrauben...
Überschüssiges L. dann abreiben, damit es nicht in´s Lager läuft.
Dadurch, daß das kleine Lager aussen Spiel hat, wird es dann mittels Kleber top spannungsfrei montiert sein.
Innerhalb eines C3-Lagers hast Du dann genug nutzbares Axialspiel im Lager um evtl. auftretende Längendehnungen zu kompensieren...soviel tut sich da bei dem kurzen Abstand nicht.

Gruß

Wolfram
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heinkel-bernd
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Re: Ölverlust und Lagerprobleme 1 von 2

Beitrag von heinkel-bernd »

Wolfram hat geschrieben: 02.05.2018, 19:02 Bei anderen Heinkel-Motoren mußte der Aussenring des rechten Lagers einen Schubs bekommen, bis die KW leicht und sauber drehte.
Wer das nicht prüft, kann rechts ruckzuck einen Lagerschaden bekommen.
Diese Erfahrung mache ich immer wieder :?
Das Distanzblech von 0,4 mm zwischen rechter Kurbelwange und Gehäuse verwende ich nur, damit das Lager nicht gleich
zu weit eingeschoben wird.
Wenn ich eine Kurbelwelle montiere, lege ich mir auch die linke Gehäusehälfte, Primärritzel mit den beiden Scheiben und
eine alte Sesi-Mutter ohne Kunststoffeinlage parat.
Wenn die Kurbelwelle mit dem Lager eingeführt ist, dauert es i.d.R. recht lange, bis das Gehäuse schrumpft.
In dieser Zeit montiere ich (nur zum Anpassen des K.W.-Lagers) die linke Gehäusehälfte mit ein paar Muttern und
schraube das Primärritzel fest auf die Kurbelwelle. Damit stelle ich sicher, dass das/die rechte/n Lager ohne Spannung
in ihre entgültige Position gebracht werden.
Noch vor dem entgültigen Abkühlen des Gehäuses gebe ich noch ein paar leichte Schläge links und rechts auf
die K.W.-Zapfen
Erst nach dem vollständigen Abkühlen demontiere ich wieder die linke Gehäusehälfte :wink:

Wieder was gelernt :?: :?:

Ein Foto in meinem letzten Beitrag ist irgendwie verloren gegangen :(
Werde gleich mal versuchen, ob ich das "nachreichen" kann :?

Nachtrag: Ich bekomme das zweite Foto einfach nicht hochgeladenn :mrgreen:
(gleiche Größe, Punkt vor JPG, komisch !!!)
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth
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