Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Motor-Vergaser-Antrieb
Curdin
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von Curdin » 09.08.2017, 20:20

RainerHeinkel hat geschrieben:
02.08.2017, 15:36

Natürlich wird der Rahmen etc. nicht verändert.
Aber eine Originalscgwinge muß schon herhalten.
Der Aufwand einer neuen Schwinge wäre zu groß.
Die Kosten sind natürlich kein Schnäppchen.
Ich rechne das Material ( incl. eines LIPO Akkus
mit 48 Ah ) mit ca 3000,00 € bei super Qualität.
( Golden Motor : Motor und Regler, Magura Gasdrehgriff )
Für den Akku habe ich mich noch für keinen Anbieter entschieden.

Gruß aus Göppingen
An einer Originalschwinge soll´s ja nicht scheitern :D
An wieviel Leistung hast du gedacht? Wenn ich hier schon so am träumen bin, stelle ich mir vor, dass zur Abnahme die Höchstgeschwindigkeit gemäss Original sein muss. Danach müsste aber m.M. nach schon ca. 100+ Km/H drin sein.
Wenn ich so vergleiche was heutige Elektromotorräder an Leistung an den Motoren haben so müssten zwischen 10 bis 14 kw/Std erforderlich sein. Kommt dann natürlich noch auf die Übersetzung an.

Auf jeden Fall bitte weiter informieren wie das Projekt weiter entwickelt wird - danke

Curdin

HPD71665
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von HPD71665 » 10.08.2017, 08:38

Hallo Rainer,

hier ist das Stammtischlokal Bempflingen.
Treffpunkt ist der 3. Freitag im Monat ab 19:30 Uhr in der Hexenbannerstube.

Nürtingerstraße 77
72649 Wolfschlugen
Tel. 07022/53655

Gruß Peter

RainerHeinkel
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von RainerHeinkel » 10.08.2017, 17:39

Hallo Peter

Schön, ich werde am 18. in Wolfschlugen sein

Hallo Curdin

Ich habe an einen 5 KW Motor gedacht ( Spitzenleistung 7,5 KW )
Ich denke, das damit 100 Km/h möglich sind.
Der 10 Kw Motor meines Ambieters hat eine Flüssigkeitskühlung.
Da wäre der Aufwand erheblich größer.

Gruß Rainer

RainerHeinkel
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von RainerHeinkel » 10.08.2017, 17:44

image-275742-galleryV9-pwrw-275742.jpg
Hallo Curdin

Ich werde versuchen über RWE an die Zeichnung der Motoraufhängung zu kommen.
Da würde ich mir die Kosten und den Zeitaufwand einer eigenen Konstruktion sparen.
So viel ich weiß, ist die Motor Schwingenkombination beim Kabinenroller gleich
wie beim Roller.

Gruß Rainer

Scoot-Bike
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von Scoot-Bike » 11.08.2017, 20:39

Moin,
einen Heinkelroller mit einem E-Motor zu versehen ist eine zeitgerechte Überlegung. Ernst Heinkel war immer Innovativ. Anfang der 80er Jahre gab es schon einen Herculesroller mit E-Anrieb und Anfang der 90er fuhren zwei Simsonroller bei der Solartour mit. Die hatten bürstenlose Radnabenmotoren in einer 12" - Felge. Der Fahrer-Ing. schwärmte damals von der Beschleunigung. Im Kurzschluss könne er schwarze Striche auf den Asphalt ziehen.
Radnabenmotoren haben den Charme wenig Platz zu brauchen ( bleibt mehr Platz für Batterien ), sie haben einen hohen Wirkungsgrad ( keine Antriebs - Übertragungsverluste ) und haben die Bremse bereits integriert. Gibt`s um die 8 KW - passt also für den Heinkel - für die vom TÜV gewünschte Orientierung an den ursprünglichen Fahrzeugdaten.
Bleibt die Schwinge und der Erhalt der orginalen Heinkelbasis - der Rückbau sollte natürlich möglich sein.
Mir scheint der 103 A0 Rahmen sehr geeignet zu sein. Anstelle der 4 Motorhalteschrauben kann man eine Schwingenlager - Halteplatte anbringen.
Als Schwinge schaue ich zu der Antriebseinheit des Zündapp KS 50 Roller. Der hat eine Langschwinge mit aufgesattelten Motor.
Unter Nutzung eines Radnabenmotor habe ich dort keinen Motor.
Eine Langschwinge als Unterflur-U-Schwinge, mit einer einseitigen Aufnahme des Federbeins wie beim Orginal, vorn in Gelenkköpfen in der Halteplatte gelagert,lässt genug Raum für die Batterien. Die könnten dann, statt Tank, in einer Halterung an den beiden oberen Rohren hängen.
Alles geschraubt ( Die beste Schweißnaht ist keine Schweißnaht !!! ), keine platzraubende Extrakonstruktion für die Orginalschwingenlagerung.
Am besten mit dem Kabinen - TÜV - Ing. vorher durchsprechen.
Ist nur sonne Idee.
Bis dann.

RainerHeinkel
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von RainerHeinkel » 12.08.2017, 13:59

Hallo Scoot Bike

Vielen Dank für die Tipps.
An einen Nabenmotor dachte ich auch schon,
habe aber bis dato keinen gefunden ( mit mehr als 4 KW )
Kennst Du einen Hersteller, ich wäre für weitere Tips sehr dankbar.
Übrigens : SOLO aus Sindelfingen hatte in den späten 70 ern auch schon
einen Elektroroller. Ich finde die Konstruktion auf dem Bild vom Internet
( wahrscheinlich RWE ) sehr gelungen, wenn auch aufwändiger
als ein Radnabenmotor.

Gruß aus Göppingen

Habe soeben einen Nabenmotor mit 8 KW gefunden www.mat-con.de
Ich kann mir schwer vorstellen das sich dieser Motor ( Baubreite ) an der
Originalschwinge befestigen lässt und das Hinterrad mittig läuft.

Klaus_W
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von Klaus_W » 12.09.2017, 14:09

Hallo liebe Heinkelfreunde,
warum denn in die Ferne schweifen, wenn ein E-Roller schon gebaut wurde. Vor ca. 3 Jahren hat ein Schüler aus Laatzen im Rahmen eines Schulprojektes
aus einem alten Herkules E-Roller une einem A1 einen funktionstüchtigen Roller gebaut. Dieses Fahrzeug wurde bei Jugend forscht Niedersachen bewertet
und hat den 3. Platz belegt.
Der Roller ist demnächst in der Heinkelabteilung Straßenbahnmuseum/Mobile Welten, in Sehnde bei Hannover zu besichtigen.
Angemerkt sei noch das der Schüler keine teschnische Hilfe von Maschinenbauern oder anderen Technikern bekommen hat.
Gruß Klaus
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Curdin
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von Curdin » 26.12.2017, 15:40

gibt's schon Neuigkeiten?

Frohe Festtage
Curdin

EHeinkelHH
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von EHeinkelHH » 17.11.2018, 14:05

Moin,
Ich möchte dieses Thema wieder mal hoch holen. Seit vielen Jahren habe ich einen 103A2, der tw. zerlegt sein Dasein im Schuppen fristet und seit über 20 Jahren nicht mehr bewegt wurde. U.a. müssten Ventile gemacht werden und der Motor neu abgedichtet werden...

Nun überlege ich, ob es nicht eher der Zeit entspräche, ihn zu elektrifizieren und bin über diese Beiträge gestolpert. Daher die Frage, was das Projekt macht? Oder gibt's inzwischen weitere Ansätze/Überlegungen?

Gruß Stefan

Lambrettamanni
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von Lambrettamanni » 13.01.2019, 21:57

Moin,
die gesamte Diskussion geht immer in eine Richtung incl größerem
Fahrzeugumbau.
Dass es auch ganz anders geht beweisen die Österreicher mit ihrer umgebauten Vespa 50.
Hier wurde "einfach" die Kurbelwelle mit Zylinder entfernt und durch einen Elektromotor ersetzt. Kupplung und Schaltung bleibt erhalten.Der Motor treibt das Ritzel an,welches die Kupplung und dann das Getriebe dreht.
Beim Heinkel Viertakter bedeutet das, dass die Achse des EMotors im Ritzel des Primärantriebes endet.
Natürlich ist es mit dem Emotor nicht alles erledigt. War auch bei der Vespa nicht so. Der "Vespamotor" ist mittlerweile im Handel. Die Firma Piaggio, die seit 72 Jahren die Vespa baut hat damit nichts zu tun.
Ich halte den Wechsel in der Konstruktion des E-Antriebs im Krbelwellengehäust für grundsätzlich wesentlich einfacher, da das Fahrgestell an keiner Stellt verändert wird. Bisherige Vorschlöge kopieren doch nur gängige E-Roller.
Die umgebaute Vespa ist mit allem "drum und dran" unter www.crank-e.at zu finden !!

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