Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Motor-Vergaser-Antrieb
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Hans
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von Hans » 14.01.2019, 10:42

Hi,
dann will ich mal mit meinem Projekt an die Öffentlichkeit rausrücken:

Seit einem dreiviertel Jahr projektiere ich den Umbau eines Touristen. Meine Variante ist noch einfacher als Lambrettamannis Idee. Ich werde eine geänderte "Kurbelwelle" einbauen (, die dann keine "Kurbel"-Welle mehr ist). Statt Lima wird ein Rad oder eine Scheibe zur Aufnahme der E-Motor-Ausgangsleistung montiert. Das Motorgehäuse, das Getriebe und der Abtriebsstrang bleiben im Wesentlichen erhalten. Nur notwendige Änderungen oder wünschenswerte Verbesserungen sollen verwirklicht werden. Beim ersten Versuch werden Primärkette und Kupplung erhalten bleiben. Gegebenenfalls werden hier aber auch Anpassungen/Verbesserungen erforderlich sein. Möglicherweise sind zur Aufnahme der Batterien auch Änderungen an der Karosserie erforderlich.
Das Bild verdeutlicht sicher mehr als viele Worte:
eHeinkel.JPG
Ein erlebnisreiches und unfallfreies 2019 wünsche ich allen Heinklern und ihren Familien
Hans

Lambrettamanni
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von Lambrettamanni » 15.01.2019, 12:35

Moin Hans, danke für die prompte Reaktion. Mir ging es darum einmal einen anderen Blick auf den Umbau zu werfen. Natürlich längst nicht zu Ende gedacht; aber besser als in eine Richtung festgefahren. Es ist mehr möglich als die bisherigen Überlegungen. Wenn wir so am Anfang stehen, muß auch ein Blick in andere Richtungen möglich sein. Ergo : weitere Verdächtige verfolgen ! Mir schien die österreiche "Vespalösung" fast genial. Ziel war dort, so wenig Umbau wie möglich. Genau das müßten wir bei unseren Rollern auch so machen können, vielleicht in mehreren Stufen. Die meisten Roller (mit wenigen Ausnahmen ganz Großer) ob Benzin oder Strom haben eine Antriebsschwinge auf der der Motor mitschwingt. Bei uns wären die ungefederten Massen viel geringer, was schon immer ein Vorteil war. Ob der Motor fest sitzt oder mitschwingt ist beim Umbau egal. Die Österreicher haben es immerhin geschafft, ein serienreifes Produkt auf den Markt zu bringen. Wenig Umbau bedeutet doch auch wesentlich weniger Kosten und kaum Probleme bei der Zulassung. Die Frage, ob wir schalten oder dann Automatic fahren wäre in einer weiteren Entwicklungsstufe zu klären. Fragen: nur Kuppeln beim Anfahren, einen Gang festlegen, Antrieb über unsere Sekundärkette belassen ?? Nochmal die Empfehlung www.crank-e.at und drumherum durcharbeiten,dabei ist mir auch meine Idee gekommen. Moderne E-Kfz haben Soundeinrichtungen, die ein Motorgeräusch täuschend nachahmen (Porsche Panamera E) auch zum Fußgängerschutz ! Sonst sollten wir laut singen.. das Heinkellied, wenn wir bei der E-Beschleunigung noch dazu in der Lage sind.
Denkt alle mal drüber nach.
Bis zu den nächsten Beiträgen...noch ist Winter

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velorex350
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von velorex350 » 16.01.2019, 21:44

Das ist ein Thema das mich auch interessiert. Nur, wie kriegt man so einen Umbau über den TÜV? Im Brief stehen z.B. Hubraum, Leistung, Höchstgeschwindigkeit. Diese Daten können sich ja ändern. Mit welchen Unterlagen fährt man vor? Plakette auf dem E-Motor? Ich mein, es war ja schon eine Aktion die verstärkten Federn hinten für den Anhängerbetrieb im Auto eingetragen zu bekommen, was geht dann erst bei einem Umbau in Elektroantrieb ab?
Beruflich bin ich mindesten 2x pro Jahr in China. Shenzen, Suzhou, Shanghai, da fährt kein Moped mehr mit Benzinmotor, alle elektrisch auch die Dreiräder mit Ladefläche. Teilweise sind die auch umgebaut worden mit Nabenmotoren. In Alibaba gibts ja viel zu kaufen, die große Frage ist aber wie legalisiere ich das für den deutschen Verkehr?
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heinkel-bernd
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von heinkel-bernd » 17.01.2019, 00:18

Anfangs war ich ja etwas skeptisch, was den Umbau auf E-Antrieb angeht :?
So langsam hat es mich aber durch die vielen ideeenreichen und konstruktiven Beiträge inspiriert,
auch mal darüber nachzudenken.

Noch ist ja Alles Theorie. Wie aber Hans (velorex350) soeben angesprochen hat, sollte man sich parallel zur
Entwicklung auch mit der Zulassungsfähigkeit eines derartigen Umbaus beschäftigen :wink:
Da fällt mir als erstes unser "junges" Forenmitglied Denny ("phenomeno") ein, der als Prüfingeneur bei
DEKRA angestellt ist. Ich hoffe, er liest diesen Beitrag und kann/will sich daran beteiligen :D

Über die technische Durchführung mache ich mir natürlich auch meine Gedanken:
Es sollten möglichst wenig Teile verbleiben, die Reibung und Gewicht verursachen !
Warum nicht einen Nabenmotor in den Hohlraum des Schwingarms einbauen, in dem vorher das Antriebskettenrad
seine Arbeit verrichtete ? So viel mir bekannt ist, benötigen diese Motoren kein Getriebe !
Somit wäre die Primärkette mit seinen Kettenrädern, die Kupplung, das komplette Getriebe, der Schwingenantrieb,
der Kurbeltrieb und der Zylinder mit -Kopf überflüssig.
Das leere Kurbelgehäuse würde mit seiner elastischen Aufhängung nur noch als Stabilisator für die Hinterradschwinge dienen :wink:
Der Raum, den vorher der Tank und der Zylinder mit -Kopf eingenommen hat, sollte dann ausreichen, um
die moderne Akkus unterzubringen.

So.... das war meine spontane Idee, die ich mal los werden wollte :)

Ich freue mich schon auf die nächsten Ideen, Einwände und Reaktionen.
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth

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velorex350
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von velorex350 » 17.01.2019, 11:38

Schimpft mich bitte wenn es zu OT ist.
Danke Bernd. Seit meiner letzten Chinatour spukt mir auch der Umbau im Kopf rum. Vor mehr als 10 Jahren habe ich die Restaurierung einer Cezeta 505 https://i.pinimg.com/originals/1d/fc/6a ... 112fd9.jpg nach der Lackierung abgebrochen (oder besser auf unbestimmte Zeit unterbrochen) und das Zeugs eingelagert. Das Bild zeigt den zweiten unzerlegten baugleichen Lastenroller den ich noch habe. In China habe ich ältere Lastenroller mit zwei Nabenmotoren in den Hinterrädern gesehen. Da läuft die letzte Meile bei Lieferung fast nur über so Dreiräder. Es gibt auch Lösungen mit Motor am Differenzial. Beide drängen sich ja ja geradezu auf die das Dreirad. Auch alte Roller die scheinbar auf Elektro umgerüstet wurden hab ich gesehen. Wenn halt das Thema TÜV-Abnahme geklärt wäre...
Ein Paar Links zu der Sache, das Zeugs kommt ja eh alles aus China:
Motor https://german.alibaba.com/product-deta ... 591470aQNk
Radmotor: [urlhttps://www.alibaba.com/product-detail/hight-qu ... 2193dNdDBz][/url]
Achse [urlhttps://www.alibaba.com/product-detail/hight-qu ... 2193dNdDBz][/url]
Sind nur Beispiele!!!
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HPD71665
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von HPD71665 » 19.01.2019, 09:09

Hallo zusammen,

ich finde es gut, dass das Thema E-Heinkel wieder aufkommt. Die erwähnte TÜV-Problematik ist ein wichtiger Aspekt und es wäre interessant, mit welchem Führschein dann der E-Heinkel gefahren werden darf. Auch zum Punkt „Sicherheit für die Elektrik“ sollten vom TÜV die Vorgaben dafür erfragt werden, sofern es da welche gibt.
Rainer hatte zu Anfang für sein Projekt den Golden-Motor aus China vorgeschlagen. An Hand einer Zeichnung habe ich mir ein Holzmodell von diesem Motor angefertigt, um die Platzverhältnisse auszuloten. Leider bin ich aus zeitlichen Gründen nicht wirklich weitergekommen. Auch über den Verbleib von Getriebe und Kupplung, wie es Hans vorhat, habe ich mir einige Gedanken gemacht. Die Drehzahl vom Golden-Motor wäre ungefähr die gleiche. Ein direkter Antrieb ohne Getriebe, würde ein Anfahren wie im vierten Gang bedeuten. Dafür sind die 6KW vom Golden-Motor zu schwach. Um das Getriebe schalten zu können, bräuchte man eine Leerlaufdrehzahl beim Anfahren, wie beim jetzigen Verbrennungsmotor. Im Sillstand ist das Einlegen der Gänge schwierig.

Werde gerne weiter berichten, wenn es bei mir was Neues ergibt.

Gruß Peter

Lambrettamanni
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von Lambrettamanni » 21.01.2019, 18:32

Moin,
der Einbau in das hohle Kurbelgehäuse hätte den Vorteil, dass der Raum für die Batterien deutlich größer wäre, oder nach weiteren Modifikationen der Heinkel erstmals ein Helmfach erhalten könnte. Leider habe ich die RWE-Kabine nur von außen und den Fahrgastraum gesehen, so dass ich nicht weiß wo der E-Motor dort sein Dasein fristet. Die ganze Sache scheint ja gut zu funktionieren. In Sachen Strassenzulassung sollte mal einer von uns mit dieser Idee zum TÜV o.ä. gehen, um sich Rat zu holen. Wer schon einmal TÜV-Eintragungen bei irgendwelchen Totalumbauten gesehen hat, sollte die alte Fzg.-Beschreibung ganz vergessen. In meiner Gegend wurden leider nur in größerem Stil Fiats (neue 500er --jetzt hat Fiat die selbst im Programm) umgebaut. Dort kann man mir nicht helfen. Nur über Hin- und Her-Geschreibe wird das auch nicht funktionieren. Man muß schon etwas zeigen.
Zum Motor im Hinterrad: das wird ein sehr merkwürdiges Fahrverhalten geben, abgesehen von der noch ungelösten Bremsenfrage. Motor im Hinterrad eines Zweirades ist eine uralte Idee (auch Honda in den 70ern) die als genial vorgestellt wurde, sich aber nie durchgesetzt hat. Am besten wäre es wohl, so wenig wie irgendmöglich am Fahrzeug selbst zu verändern. Dann nämlich wird der Kriegsschauplatz für die Zulassung kleiner. Was nützt es, wenn der Motor drin ist, funktioniert und die stark veränderte Umgebung (Schwinge usw.) hakt beim TÜV.
Wir wollen einen Umbau wagen und kein Neufahrzeug konstruieren!
Weiter mit den Ideen, es ist immer noch Winter !!
Es grüßt Manfred aus Bad Bramstedt von den Heinkelfreunden Holstein (neue Truppe mit alten Heinklern seit 2018)

phenomeno
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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von phenomeno » 21.01.2019, 19:04

Halo zusammen,

nun habe ich mir auch mal alles zu diesem Thema durchgelesen und finde die Sache interessant. Mehr auch nicht, aber das ist Geschmackssache. Ich z.b.: bin ein richtiger Fan von unserem Heinkel-Motor und würde unseren Heinkel ungern als E-Antrieb fahren. Die Sache sähe für mich anders aus, wenn es einen komplett neu konstruierte Heinkel mit E-Motor geben würde. (siehe Schwalbe) Aber gut…wie gesagt Geschmackssache😊😊😊 Aus technischer Sicht ein hochinteressantes Thema.

Da ich Prüfingenieur bei der Dekra bin äußere ich mich mal zum Thema Abnahme beim TÜV. Dafür hole ich mal was aus........
Wird ein KFZ verändert erlischt die Betriebserlaubnis! Um diese wieder zu erlangen gibt es folgende Möglichkeiten

1. Für die Veränderung gibt es eine ABE(allg. Betriebserlaubnis). Dann muss das Teil nur ordnungsgemäß verbaut werden.
2. Es liegt ein teilegutachten vor, dann muss ein Prüfingenieur sich die Veränderung anschauen und ein Bericht nach §19(3) STVZO zur Änderung der Fahrzeugpapiere erdstellen.
3. Es liegen Veränderungen vor, jedoch ohne technische Änderung(z.B.: Ablasten eines Fahrzeuges) . Dann muss ein Prüfingenieur einen Bericht nach §13 STVZO erstellen.
4. Es gibt für die technischen Änderungen kein Gutachten/ABE etc…-dann ist eine Vollabnahme nach §21 nötig.



Um eine komplette Vollabnahme kommt man bei einer solchen Änderung am Heinkel nicht rum. In den neuen Bundesländern ist dies der Dekra vorbehalten, im Rest der BRD dem TÜV.
Viele Tüftler verbinden die Vollabnahme mit sehr hohen Kosten und hohen Auflagen. Das ist jedoch unbegründet. Wie hoch die Kosten werden und ob die Vollabnahme bei einem solchen Projekt positiv abgeschlossen werden kann, hängt von mehreren Faktoren ab.

Wichtige Faktoren sind zum Beispiel:

Gewicht des gesamten Rollers: Erhöht sich durch den Umbau das Gewicht des Heinkel? Dann muss ausprobiert werden, ob der Roller noch seine geforderte Verzögerung (Abbremsung) erreicht. Wenn die geforderte Verzögerung nicht mehr erreicht wird, muss eine neue Bremsanlage verbaut werden. Hält das Fahwerk/Rahmen der Gewichtserhöhung stand?

Leistung und Höchstgeschwindigkeit: Auch hier muss bei einer Erhöhung geschaut werden, ob die sonst verbauten Teile den Änderungen gewachsen sind.

Befestigung des Elektromotors. Soll dieser am Rahmen befestigt werden (ungünstigster Fall) dann muss hier auf die zusätzliche Verletzungsgefahr bei einem möglichen Sturz geachtet werden. Die neuen Halter des Motors am Rahmen müssen fachgerecht, wie wir es nennen nach Herstellervorgaben, verschweißt werden.

Elektrische Sicherheiten wie Kurzschlussgefahr etc. müssen natürlich auch beachtet werden.

Fazit: Es ist sicherlich kein Problem eine Vollabnahme mit diesem Umbau positiv abzuschließen. Kosten und Aufwand richten sich nach Umfang der Veränderung. Wird nur der Antrieb getauscht, ohne dass sich Gewicht, Befestigung, Leistung etc. ändernist die Vollabnahme wesentlich günstiger und unproblematischer als wenn diese Faktoren auch mit geändert werden. Ich kann gerne zusammen mit einem Kollegen einzelne Fragen beantworten und wenn nötig einen Kontakt herstellen der uns/euch beim Umbau mit Rat und Tat zur Seite steht.


Gruß
Denny

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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von Lambrettamanni » 21.01.2019, 19:42

Vielen Dank Denny,
dann spricht ja doch viel für Holgers oder meinen Vorschlag, nämlich so wenig wie möglich zu ändern.
Wenn die Eckdaten wie Leistung, Höchstgeschwindigkeit auch Gewicht und Bremsen wohl auch Lichtanlage zur Hauptsache erhalten bleiben, ist doch auch die viel zu teuren anderen Umbauten, neue Schwinge und ähnliches obsolet. Vielleicht gibt es ja jemanden unter uns Heinklern, der sich bei möglichen Motoren auskennt. Bei dem Vespamotor www.crank-e.at hat man es geschafft, eine Halterung zu entwickeln, die in die vorhandene Motorform passt. Sicherlich wird uns auch dort etwas einfallen, hat man erst einmal einen E-Motor in der Hand. Anders als bei der V. ist das Kurbelgehäuse wesentlich "länger". Ein Motor mit langer Achse (etwa so lang wie die Kurbelwelle) und kleinerem Außenmaß (rund mit Aufnahmen) wäre genial.
Noch etwas, bei der E-Heinkel- Debatte möchte ich mich von den Hinweisen auf die Originalität nicht beeindrucken lassen. Alles was dort gesagt wird, ist uns bekannt. Bei dem Forschungsprogramm RWE-Kabine hat man das auch unberücksichtigt gelassen, sonst wäre die heute noch nicht fertig; gleiches gilt auch für den in einer Heinkel-Info vorgestellten 125er-Automatic, der wegen der beidseitigen Karosserieausschnitte und dem fehlenden Kupplungsgriff (hab ich in Bockhorn gesehen!)sofort zu erkennen ist.
Danke nochmals für die interessanten und sicheren Hinweise.
Gruß
Manfred Holsteiner Heinkelfreunde

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Re: Umbau eines Heinkelrollers auf Elektroantrieb

Beitrag von heinkel-bernd » 22.01.2019, 02:29

Servus Manfred,

Einwände gehören ja zu einer lebendigen Diskussion :wink:
Lambrettamanni hat geschrieben:
21.01.2019, 18:32
Zum Motor im Hinterrad: das wird ein sehr merkwürdiges Fahrverhalten geben, abgesehen von der noch ungelösten Bremsenfrage.
Ich meinte nicht den E-Motor in`s Hinterrad sondern in den leergeräumten Teil des Schwingarms, wo sich das große
Kettenrad befand.
Hinterachslagerung könnte weiterhin verwendet werden und die Hinterradbremse bliebe unverändert :wink:
In der Lastverteilung sehe ich auch kein Problem; Was wiegt so ein E-Motor, der mittig zum Hinterrad sitzt
und die Akkus im ehem. Motorraum bringen ja durch ihr Gewicht weit vor der Hinterachse den nötigen Ausgleich,
wobei das Kurbelgehäuse auch noch zu berücksichtigen ist .
Wenn man selbst schon mit viel Gewicht auf dem hinteren Gepäckträger gefahren ist, weiß man, dass das der Tourist mit
seinem relativ schweren Vorderbau gut kompensiert. Diesbez. hätte ich überhaupt keine Bedenken :)

Zu klären wäre in nächster Zeit, mit welchen Abmessungen bei einem leistungsähnlichen E-Motor zu rechnen ist und ob
dieser dann ohne Kupplung und Getriebe den Roller überhaupt anständig aus dem Stillstand beschleunigen kann !

Wenn der E-Motor im Kurbelgehäuse platziert wird und ich die Überlegungen von Peter betrachte,
HPD71665 hat geschrieben:
19.01.2019, 09:09
Ein direkter Antrieb ohne Getriebe, würde ein Anfahren wie im vierten Gang bedeuten. Dafür sind die 6KW vom Golden-Motor zu schwach.
Um das Getriebe schalten zu können, bräuchte man eine Leerlaufdrehzahl beim Anfahren, wie beim jetzigen Verbrennungsmotor.
Im Sillstand ist das Einlegen der Gänge schwierig.
würde ich den "geschalteten" E-Motor bei Stillstand des Rollers permanent mit einer gewissen Leerlaufdrehzahl laufen
lassen. Genau wie vorher den Verbrennungsmotor :wink:
Auch dürfte der E-Motor nicht so schnell "abtouren", um auch beim Fahren noch gut schalten zu können :?
Viele heinkelige Grüße
BERND aus Bayreuth

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