Diesen im April 2010 optisch frisch restaurierten Heinkel Tourist 103 A2 fahre ich durchgängig seit 1992, in den fahrbaren Monaten, von Mai bis Oktober. Nachdem ich 18 Jahre lang nur die Technik in Schuss gehalten habe, (immer im Einsatz zur Arbeit und natürlich schöne Touren) war jetzt endlich die Karosse dran. Ich habe mich entschieden, die Karosserieteile nicht nass zu lackieren, sondern pulvern zu lassen, mit anschließendem Einbrennen bei 200 Grad C. Der Lack dürfte sehr robust sein und lange Zeit halten.
Nach dem Zusammenbau (etliche technische Teile habe ich ebenfalls ersetzt) war im Mai gleich eine schöne Wochenendfahrt von Detmold in die Eifel zum Nürburgring, (24h- Rennen) geplant. Mein Freund Arno begleitete mich mit seinem 125er X7 von Piaggio. Es war interessant, mal einen Leistungsvergleich zu haben. Bergauf musste sich mein Freund mit der X7 oben auf den Hügeln angekommen immer etwas gedulden. Aber in der kurvenreichen Ebene und vor allem natürlich bergab in engen oder weiteren Serpentinen lief der Heinkel prima mit, vor allem mit frischen Stoßdämpfern.
In der Eifel erlebte der Roller dann mit dem neuen Lack, im Matsch der grünen Hölle gleich seine Feuertaufe. Aber wir kamen unbeschadet zurück.
Da ich inzwischen einen 43 km langen Anfahrtsweg (Landstraße selbstverständlich) von Detmold nach Porta Westfalica zur Arbeit habe, kommt nur noch 1-2 mal in der Woche eine Fahrt zur Arbeit in Frage. Das aber macht, egal welches Wetter, immer wieder Spaß und schiebt einen Motorradkauf, den ich wie in den letzten Jahren immer wieder in Erwägung ziehe, wieder und wieder hinaus.
Heinkelfreund NR 787, Wolfgang B.